Bericht über die 40. Sitzung des Entscheidungsgremiums am 3. Juli 2018

Im Rahmen der Sitzung wurde ein für die LAG Region Bamberg besonderes Projekt beschlossen:

Grundlagenplanung Alltagsradverkehr

Die Besonderheit besteht darin, dass die LAG hier selbst als Projektträger auftritt und sich finanziell beteiligt.

Der Hintergrund:
Der Landkreis Bamberg hat im Rahmen eines LEADER-Projekts in der Förderperiode 2007 - 2014 ein umfassendes radtouristisches Gesamtkonzept (inkl. einheitlicher Beschilderung) erstellen lassen und umgesetzt. Darüber hinaus wurden weitere infrastrukturelle Verbesserungen (Schaffung von Fahr-radrastplätzen,…) vorgenommen. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem touristischen Bereich.
Im März 2018 hat der Landkreis Bamberg ein „Intermodales Mobilitätskonzept“ beschlossen, das in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, den politischen Vertretern, Verkehrsunternehmen, Arbeitgebern, Schulen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Verbänden erarbeitet wurde. Im Vordergrund stand dabei die künftige Ausgestaltung des ÖPNV-Angebotes. Aber auch die verschiedenen weiteren und wichtigen Aspekte eines öffentlichen Mobilitätsangebotes mit deren Schnittstellen zum ÖPNV sollen betrachtet werden, z. B. der Radverkehr, lokale Verkehrskonzepte in den Kommunen, Elektromobilität, Carsharing, Pendlerpark-plätze, Mitnahmeangebote und Digitalisierung.
Nachdem das Mobilitätskonzept den gesamten Landkreis sowie alle seine Bewohner betrifft, möchte sich auch die LAG Region Bamberg bei einem Teil der im Mobilitätskonzepts vorgesehenen Maßnahmen im Rahmen eines LEADER-Projekts - nämlich der Erstellung einer Grundlagenplanung für den Alltagsradverkehr durch ein geeignetes Ingenieurbüro - beteiligen. Damit ist die LAG in der Lage, das in ihrer Lokalen Entwicklungsstrategie definierte Handlungsziel „Landkreis zur Modellregion für ländliche Mobilität der Zukunft ausbauen“ zu erfüllen.
Das Projekt wurde einstimmig beschlossen. Die endgültige Auswahl des Ingenieurbüros erfolgt auf Grundlage einer Bewertungsmatrix. Ziel ist es, den LEADER-Antrag noch vor der Sommerpause zu stellen.
Mit diesem Engagement kann sich unsere LAG auch selbst für die Entwicklung unserer ländlichen Region einbringen, ganz so, wie es LEADER vorsieht.

Darüber hinaus stimmten die Mitglieder des Entscheidungsgremiums einstimmig für die finanzielle Förderung zweier Kleinprojekte im Rahmen des Projekts "Unterstützung Bürgerengagement":

Laufstrecke Hirschaid - Strullendorf

Eine Gruppe laufbegeisterter Sportler hat eine Laufstrecke ausgearbeitet, die die beiden Orte miteinander verbindet. Das Besondere bei der Streckenführung ist, dass zwei im Wesentlichen bestehende Routen, die sich auf dem jeweiligen Gemeindegebiet befinden, miteinander verknüpft werden. Damit haben die Läufer die Möglichkeit, verschiedene Strecken und Distanzen zu laufen, z. B. jeweils eine Runde in den beiden Orte sowie die große Runde durch die Verknüpfung beider Strecken. Um die Laufstrecken auch der Allgemeinheit zugänglich zu machen, wünschen sich die Initiatoren nun eine Unterstützung in Form einer Kostenbeteiligung an der Be- und Ausschilderung.

Jugendraum in Strullendorf

Aufgrund der Schaffung eines zukünftigen „integrativen Generationenzentrums“ (in dem auch ein großes Jugendzentrum integriert sein wird) wird das aktuelle Jugendzentrum in Strullendorf voraussichtlich zum Jahresende abgerissen. Daher benötigen die Jugendlichen in Strullendorf für die Zeit des Neubaus (Dauer ca. 2 - 3 Jahre) einen passenden Übergangsraum, den sie als offenen Treffpunkt nutzen können. Mit dem ehemaligen Warteraum im Strullendorfer Bahnhofsgebäude wurde eine passende Lokalität ausfindig gemacht. Der Raum befindet sich im Gemeindebesitz und wurde gemeinsam mit dem Jugendparlament („JUPA“) – der offiziell gewählten Interessenvertretung der Jugendlichen in Strullendorf – besichtigt. Der ehemalige Warteraum des Strullendorfer Bahnhofs soll nach den Vorstellungen und unter Mitwirkung der Jugendlichen zum Jugendraum umgestaltet werden.    

Um den Raum für die Bedürfnisse der Jugendlichen nutzbar zu machen, bedarf es einiger Renovierungsmaßnahmen. Hierbei sollen die späteren NutzerInnen aktiv in den Prozess der Instandsetzung des Übergansraumes einbezogen werden. Mögliche Anknüpfungspunkte bieten die graphische Ausgestaltung sowie die Einrichtung des Raumes. Begleitet werden die Jugendlichen von den MitarbeiterIinnen der gemeindlichen Jugendarbeit „JAM Strullendorf“, einem Teilbereich der innovativen Sozialarbeit iSo e.V. Die Unterstützung soll für die Beschaffung von Material und die Kosten für Ausführung von Handwerkerleistungen erfolgen.