Erholung und Gesundheit

Weg der Menschenrechte

Projektstatus: Abgeschlossen

Projektträger: Gemeinde Viereth-TrunstadtEV5A3020

In der Gemeinde mit 4 Ortsteilen (ca. 3.600 Einwohner, etwa 10 km westlich der „Weltkulturerbe-Stadt“ Bamberg gelegen) wurde im Rahmen der Gemeindeentwicklung / Städtesanierungsprogramm die Arbeitsgruppe Wanderwege gegründet.Die Idee, einen Weg der Menschenrechte zu gestalten, wurde schon seit längerem von einigen Bürgern angedacht. Die Arbeitsgruppe hat nun diesen Gedanken intensiv beraten und weiter ausgearbeitet. Neben der Verbindung der Gemeindeteile über einen aussichtsreichen Weg steht vor allem die Darstellung der Menschrechte, die in dieser Form in der Region einmalig ist, im Mittelpunkt der Planungen.

Der Weg, der in Abständen mit den 30 (verkürzt formulierten) Menschenrechtsartikeln versehen werden soll, stellt ein attraktives Gemeinschaftsprojekt der politischen Gemeinde und der Bürgern/Innen von Viereth und Trunstadt dar. Den Wanderern sollen neben den Menschrechten die Schätze und Schönheit von Natur und (Bau-) Kultur der Gemeindeorte in Bild und Text vorgestellt werden.

Es ist ein Anliegen der Arbeitsgruppe und der Gemeindevertreter, die Menschenrechte bekannt zu machen. So entstand die Idee, einen „Weg der Menschenrechte“ im Gemeindegebiet zu etablieren. Der Gemeinderat fasste am 14. Juli 2015 den Beschluss zur Realisierung dieses besonderen Vorhabens.

Die offizielle Eröffnung mit der Einweihung des Weges fand am 9. Oktober 2016 statt.

Kooperationsprojekt Fränkische Schweiz – Qualitätswanderregion mit starkem Kultur- und Gesundheitsprofil

Projektstatus: in der Umsetzung

Projektträger: Landkreis Forchheim

Kooperierende LAGen: Kulturerlebnis Fränkische Schweiz, Region Bamberg, Bayreuther Land, Kulmbacher Land, Region Obermain

Zentrale Maßnahme und Ausgangspunkt des Projektes ist die digitale Erfassung von 3.000 km Wanderwegen hinsichtlich Lage, Höhenverlauf und Qualität des Untergrundes. Mit Hilfe dieses Netzes kann die Wegesituation innerhalb der Fränkischen Schweiz homogenisiert werden und nachfolgend eine einheitliche Datenstruktur für die Bearbeitung zu Grunde gelegt werden. Ein Ergebnis des Projektes besteht darin, dass die digitalisierten Wanderwege in GIS-kompatiblen Datenformen (z. B. shape …) zur Verfügung gestellt werden. Durch die digitale Datenhaltung ist die genaue Ermittlung von Entfernungen und Höhenlagen möglich.
Die Beschilderung wird auf Basis der bisherigen Naturpark-geförderten Projekte vereinheitlicht, so dass sich dem Wanderer überall ein gleiches Bild bietet und die Identifikation mit der Region erleichtert wird.  

Durch die Wegevermessung wird ein routingfähiges Wegeportal (ähnlich dem des LEADER-geförderten Wanderweg Kulturerlebnis Fränkische Schweiz) geschaffen, in dem der Wanderer eine digitale Planung seiner Wanderung vornehmen kann. Der Nutzer kann sich seine Tour hinsichtlich sportlichem Anspruch, Wegequalität und landschaftlicher Attraktivität selbst zusammenstellen und optimieren. Höhenprofil, Länge und Wegebeschaffenheit wird auf Knopfdruck für die individuelle Auswahl zusammengestellt, ausgedruckt und im GPS-Format zur Verfügung gestellt. Wegeverlegungen und –sperrungen können innerhalb des CMS-basierten Portals zeitnah eingepflegt werden und stehen dem Nutzer sofort zur Verfügung.

Durch entsprechende Beschilderung auf einem Teil der Markierungsträger wird es möglich, Rettungspunkte einzuführen, die bei Verletzungen und Unglücken ein schnelles Auffinden von verletzten Personen gewährleisten.

Das Kulturinventar in Form von Tafeln an wichtigen Objekten und deren digitale Darstellung im Internetportal soll auf die gesamte Fränkische Schweiz erweitert werden. Dieses Alleinstellungsmerkmal unterstützt die Erschließung der Zielgruppe der Best-Ager im gesamten Raum und trägt zur Identifikationsverbesserung innerhalb der Bevölkerung bei.

Geplanter Umsetzungszeitraum: März 2016 bis 2020

 

 

Kooperationsprojekt Machbarkeitsstudie MainInformationsZentrum MIZ 359

Projektstatus: in der Umsetzung

Projektträger: Gemeinde Knetzgau

Kooperierende LAGen: Haßberge (koordinierend), Schweinfurt, Region Bamberg, Region Obermain

Mit der von einem Fachbüro zu entwickelnden Machbarkeitsstudie soll die Errichtung eines Maininformationszentrums in die Wege geleitet werden.

Die Studie soll Entscheidungsgrundlage für zu beteiligende Gremien und Behörden sein. Aufgrund der überregionalen Bedeutung und der Präsenz eines möglichen MIZ wird auch eine Beteiligung der Bayerischen Staatsregierung für notwendig erachtet. Hier soll die zu erarbeitende Studie auch der politischen Akquise dienen.

Geplant ist ein Ort, der auf breiter Basis über den Main informiert, an dem man Chancen und Potentiale, die der Main bietet, auslotet und der Räumlichkeiten bereitstellt für Begegnungen und für Kommunikation zu Themen wie beispielsweise Umwelt, Natur, Freizeit, Energiegewinnung und Hochwasserschutz. Mit einem MIZ als "kulturellem Gedächtnisort" an einer einzigarten Fluss‐ und Kulturlandschaft kann und soll es gelingen, dem Main eine ganz neue Identität zu stiften.

Geplanter Umsetzungszeitraum: 2017 / 2018

Machbarkeitsstudie Südsee Baunach

Projektstatus: Förderantrag gestellt

Projektträger: Stadt BaunachLuftbild Südsee                                                                     (Kartengrundlage: Google Maps)

Inhalt des Projekts ist die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Baunacher „Südsee“ einschließlich der naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlichen Belange und der Erfordernisse für die Erholungsnutzung. Insbesondere ist auch die Klärung der Fußwegverbindung über die Kiesförderbandbrücke zwischen Baunach und Breitengüßbach wichtiger Bestandteil der Untersuchung.

Ziel ist die Erstellung eines Umsetzungskonzepts mit realistischer Aussicht auf Genehmigungsfähigkeit und belastbarer Kostenschätzung für die Entwicklung einer naturnahen Badestelle am Baunacher Südsee.

Das Konzept soll klären, ob und wie aus dem bestehenden (Bagger-) See ein Badesee bzw. eine Badestelle entstehen kann, der v.a. auch die Belange des Naturschutzes berücksichtigt. Der Wunsch der Stadt Baunach ist es, mit dem See eine naturverträgliche Freizeitnutzung mit einem hohen Erholungs- und Erlebnisfaktor anbieten zu können, der sich in unmittelbarer Nähe zur Stadt Baunach befindet (eine fußläufige Erreichbarkeit und damit ein barrierefreier Zugang ist gegeben). Der See soll sich - im Gegensatz zu anderen „reinen“ Badeseen - an Bürger richten, die die hier gegebene natürliche und erhaltenswerte Umgebung schätzen und sich für die Belange des Natur- und Umweltschutzes interessieren und einsetzen.

Barrierefreie Bibliothek Oberhaid

Projektstatus: Vorbereitung der Antragsunterlagen

Projektträger: Gemeinde OberhaidDie Bibliothek in der Rohbauphase

In der Gemeinde Oberhaid wird derzeit ein Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum errichtet, in das auch die Bücherei Oberhaid umziehen wird. Dabei soll nicht nur der Zugang zur Bücherei im Sinne von baulichen Maßnahmen barrierefrei gestaltet werden (ist nicht Inhalt dieses Projekts).

Die Bücherei wird u.a. ausgestattet mit:

  • verschiedenen behindertengerechten Regalsystemen und Auszügen, Stühlen und Tischen
  • einem PC mit spezieller Firewall für Internetnutzung, Bibliothekssoftware (IOPAC) mit Medienkatalog
  • induktiver Hörschleife (Übertragung der Audiosignale direkt auf Hörgeräte)
  • einer Medienanlage
  • einer Rückprojektion (Beamer und Leinwand)
  • der Asylothek (z.B. multimediale Deutschkurse, mehrsprachige Bildwörterbücher, landeskundliche Medien)
  • Medien in „Leichter Sprache“

Die Gemeinde Oberhaid will mit ihrem Projekt erreichen, dass die Nutzung der Bücherei für alle Menschen selbständig und uneingeschränkt möglich wird. Hier sieht die Gemeinde eine Möglichkeit, sich dem Thema Inklusion zu stellen. Barrierefreiheit bezieht sich im geplanten Projekt auf folgende Bereiche: Einschränkungen im Sehen, im Hören, in der Gehfähigkeit, in der Sprachkompetenz und kognitive Einschränkungen. Jedem Bürger und jeder Bürgerin soll in der Gemeinde der Zugang zum Kultur- und Bildungsraum „Bücherei“ ermöglicht werden, unabhängig von gesundheitlichen, finanziellen oder sozialen Bedingungen, in denen er oder sie lebt. Die Chance auf eine gleichwertige Teilhabe soll durch eine barrierefreie Bücherei erhöht werden. Die Gemeinde Oberhaid sieht die Inklusion als ein Menschenrecht an. Niemand darf aus unserer Gemeinschaft ausgrenzt werden. Für eine zukunftsfähige Gemeinde, zur Entfaltung der Stärken aller in unserem Ort, müssen ausreichend Raum und Möglichkeiten bereitgestellt werden.