Heimat und Ökonomie

Bio-Mühle in Reundorf

Projektträger: Reundorfer Mühle GmbH & Co. KG

Projektstatus: Projekt wurde am 25.05.2022 beschlossen, Vorbereitung zum Förderantrag läuft

Projektinhalte: Die Sauer-Mühle in Reundorf wird seit 2020 von den Schwestern Wiesneth geführt. Hier werden die Getreidearten Weizen, Dinkel und Roggen in Mehl- und Mahlerzeugnisse, ausschließlich in Bio-Qualität erzeugt. Im Rahmen eines LEADER-Projektes möchten die Schwestern die Sauer-Mühle modernisieren und technisch weiterentwickeln um somit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Insbesondere die Ergonomie und Arbeitssicherheit der MitarbeiterInnen soll u.a. durch die Automatisierung manueller Prozesse verbessert werden. Weiterhin ist die Errichtung von weiteren Mehlsilozellen zur Kapazitätserhöhung geplant. Durch die Anbringung einer Photovoltaikanlage und die Modernisierung der Wasserkraftanlage sollen erneuerbare Energie erzeugt werden, welche wiederum in den Betrieb der Mühle laufen können. Ein weiterer großer Projektbaustein ist die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes in der Mühlenstraße 1, welches aktuell leer steht. Dieses soll zu einem modernen Büro-, Labor-, und Wohngebäude für die MitarbeiterInnen umfunktioniert werden. Zudem ist der Einrichtung eines Hofladens vor Ort geplant. 

Projektziele:

- Arbeitsplatzsicherung und Firmenwachstum über Ausweitung des Produktportfolio
- Verbesserung der Ergonomie und Arbeitssicherheit durch Automatisierung manueller Prozesse
- Effizientere und schnellere Arbeitsabläufe schaffen
- Mitarbeiterzufriedenheit steigern & noch attraktiver für Arbeitnehmer werden
- Steigerung des Bekanntheitsgrads in der Region
- Reduzierung von Nacharbeits-/Fehlerkosten durch technische Hilfestellung
- Sanierung von Gebäude; Aufleben der Firmengeschichte
- Wiederbelebung eines Leerstandes
- Nutzung der Ressourcen für erneuerbare Energien
- Förderung regionaler Bio-Produkte Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten/ -kreisläufe                                                
- Erholung und Gesundheit unterstützen und fördern
- Heimat und Ökonomie vernetzen und weiterentwickeln
- Attraktivität des Unternehmens steigern

ReundorfBioMühle

Erweiterung der Verarbeitung und Direktvermarktung Naturlandhof Weiß

Projektträger: Otto Weiß

Projektstatus: ProjektumsetzungsphaseFränkisches Gelbvieh Naturlandhof Weiss

Projektinhalte: Der in Laibarös (Königsfeld) gelgene Naturlandhof Weiß ist seit 1989 auf eine ökologische Wirtschaftsweise und Landwirtschaftserzeugnisse spezialisiert. Die Grundlage der Landwirtschaft des Naturlandhofes bilden Ackerbau und kräuterreiche Wiesen, auf dem Hof leben Hühner, Schweine, Gänse und eine Mutterkuhherde. Eine umweltbewusste Lebensmittelerzeugung gehört zur Unternehmensphilosophie des Betriebes. Dies beinhaltet bereits seit mehr als 30 Jahren einen konsequenten Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung nach den Kriterien des anerkannt ökologischen Landbaus. So hat beispielsweise die Mutterkuhherde der inzwischen sehr seltenen Rasse „Fränkisches Gelbvieh“ im Sommer stets Zugang zur Weide.

Im Rahmen des geplanten Einzelprojektes möchte der Besitzer Otto Weiß den Naturlandhof erweitern. Dabei sollen insbesondere die Metzgerei modernisiert und baulich erweitert werden (mitsamt Zerlege- und Kühlraum). Außerdem ist eine Erweiterung der Höfbäckerei geplant, in der eigene Brote aus eigenen Zutaten hergestellt werden. Ein wichtiger Projektbaustein ist zudem die Erweiterung des örtlichen Hofladens. Hierdurch wird unter anderem das Ziel verfolgt, die landwirtschaftliche Direktvermarktung und somit die Einkaufsmöglichkeiten und die Nahversorgung täglicher Güter für die Bürger*innen vor Ort und in der Umgebung von Laibarös und Königsfeld zu verbessern. Der Naturlandhof Weiß arbeitet mit einem Netzwerk an regionalen und überregionalen landwirtschaftlichen Partnerbetrieben zusammen, welche durch die zusätzlichen Vermarktungsmöglichkeiten, die durch das Projekt erschaffen werden sollen, auch von dem Projekt profitieren können. Die Umsetzung des Projektes ist für das Jahr 2022 geplant.

Eichhorn goes regional

Projektträger: Harald Eichhorn

Projektstatus: Phase der Förderantragsstellung

Projektinhalte: Das geplante Einzelprojekt „Eichhorn goes regional“ ist die Antwort des Metzgers Harald Eichhorn auf die seit 2019 unzureichende Nahversorgungsituation in der Gemeinde Viereth. Es handelt sich dabei um ein Nahversorgungsangebot durch drei sogenannte „Regiomaten“. Das sind Automaten, die den Kunden rund um die Uhr frische Produkte aus der Region anbieten. Die Regiomaten sollen in den seit 2017 leerstehenden Räumlichkeiten der Raiffeisenbank in der Ortsmitte (Hauptstr. 54 in Viereth) im straßenzugewandten Raum aufgestellt werden. Neben Fleisch- und Wurstwaren der Metzgerei Eichhorn ist das Angebot von Produkten weiterer lokaler/ regionaler Anbieter vorgesehen.

Im angrenzenden zweiten Raum soll zusätzlich eine Reifekammer für Schinken und Salami sowie Fleisch entstehen, die für die Kundschaft durch eine großflächige Verglasung einsehbar ist. Um einen barrierefreien Zugang zu den Räumlichkeiten zu ermöglichen, sind entsprechende  Arbeiten an der Außentreppe vorzunehmen. Ebenso muss die Eingangstür durch eine Schiebetür ersetzt werden. Eine Beschilderung inkl. Logo im Außenbereich soll die Besucher der Gemeinde aufmerksam machen bzw. leiten. Die geplanten Umbaumaßnahmen sollen im Frühjahr 2022 beginnen und innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden.

Mobilstation am Pendler-Parkplatz Scheßlitz

Projektträger: Stadt Scheßlitz

Projektstatus: RuhendBeispielhafte Visualisierung Mobilstation Scheßlitz

Hintergrund zum Projekt: Im März 2018 verabschiedete der Kreistag das intermodale Mobilitätskonzept des Landkreises Bamberg mit verschiedenen Umsetzungsmaßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote und der Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur. Hierzu zählen auch die sogenannten Mobilstationen. Mobilstationen verknüpfen an zentralen Orten alle Mobilitätsangebote und bieten so die Möglichkeit, dass Menschen flexibel unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen bzw. während einer Reise zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wechseln können. Der Umweltausschuss des Landkreises Bamberg hat im März 2019 die Vergabe eines Auftrages zur Gesamtkonzeption solcher Mobilstationen im gesamten Landkreis Bamberg beschlossen. Der in dem Projekt erarbeitet Schlussbericht sowie der Gestaltungsleitfaden wurden im Oktober 2020 dem Kreisausschuss vorgestellt. Dieser beinhaltete die Auswahl von sogenannten Pilotstandorten. Zu diesen Standorten zählt auch der Pendler-Parkplatz nordöstlich vom Ortszentrum der Stadt Scheßlitz.

Projektinhalte: Die Stadt Scheßlitz möchte pilothaft und nach Vorbild des "Umsetzungskonzeptes Mobilstationen im Landkreis Bamberg" im Rahmen eines LEADER-Projektes eine Mobilitätsstation am Pendlerparkplatz einrichten. Der Schwerpunkt der Mobilstation soll auf dem Umstieg zwischen Fahrrad und Auto liegen. Ziel des Projektes ist die Stärkung der intermodalen und damit auch klimafreundlichen Mobilität im Gebiet der Stadt Scheßlitz sowie der gesamten Region Bamberg. Vorgesehene Module, welche die Mobilitätsstation integrieren soll, sind u.a. Radsammelgaragen, Radparkanlagen, eine Radservice-Station, ein Wetterschutz mit Sitzgelegenheit und eine E-Bike-Ladestation.

Multimediamodell der Ebracher Klosterlandschaft

Projektträger: Markt Ebrach

Quelle: cisterscapes.eu

Projektstatus: Umsetzungsphase

Bei diesem Einzelprojekt handelt es sich um ein Teilprojekt des Markts Ebrach zum transnationalen Kooperationsprojekt „TNC I - „Cisterscapes - Cistercian landscapes connecting Europe“. Mit dem transnationalen Kooperationsprojekt sollen erstmals 18 historische Klosterlandschaften in sechs Ländern vernetzt und unter Gebrauch von neuer Technologien und Medien einheitlich erfasst, dokumentiert und vermittelt werden. Das gemeinsame Kooperationsprojekt mündet  zusammen mit den regionalen Teilprojekten in eine Bewerbung um ein serielles, transnationales Europäisches Kulturerbe-Siegel. 

In diesem Zusammenhang sollen im Teilprojekt „Multimediamodell der Ebracher Klosterlandschaft“ ein Klosterlandschaftsmodell für das ehemalige Kloster Ebrach hergestellt und im südlichen Pavillon des unteren Abteigartens des ehemaligen Klosters aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die bereits vorhandenen umfangreichen Forschungen, Kartierungen und Ausstellungsinhalte, welche im Rahmen des LEADER-Kooperationsprojektes „Vielfalt in der Einheit - Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“ gewonnen wurden, sollen weitergeführt und am Beispiel des ehemaligen Klosters Ebrach in ein 3D-Exponat mit Augmented-Reality-basiertem Informationssystem umgesetzt werden. Auf diese Weise sollen typische Aspekte der zisterziensischen Kulturlandschaftsnutzung und Umgestaltung, aber auch für das ehem. Kloster Ebrach spezifische Inhalte einem breiten Publikum interaktiv und auf intuitive, anschauliche und multimediale Weise vermittelt werden. Das Modell soll die Landschaftsbeziehungen und kulturlandschaftlichen Prägungen des ehem. Klosters in einem Umkreis von ca. 50 km im Maßstab 1:50.0000 in den Bereichen Siedlung, Landwirtschaft, Handwerk, Transportwege, Sakrallandschaft und Blickachse aufzeigen und vermitteln. Das Klosterlandschaftsmodell wird nach einheitlicher Vorgabe des Lead-Partners aufgestellt. Mit einer sogenannten „Kulturlandschaftsinventarisation“ führt das Lead-Projekt („TNC I“) in einer Online-Datenbank alle Geodaten, Elemente und Strukturen der jeweiligen Klosterlandschaften - in diesem Falle des Klosters Ebrach - zusammen.