Heimat und Ökonomie

Mobilstation am Pendler-Parkplatz Scheßlitz

Projektträger: Stadt Scheßlitz

Projektstatus: Vorbereitungsphase zur BeschlussfassungBeispielhafte Visualisierung Mobilstation Scheßlitz

Hintergrund zum Projekt: Im März 2018 verabschiedete der Kreistag das intermodale Mobilitätskonzept des Landkreises Bamberg mit verschiedenen Umsetzungsmaßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote und der Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur. Hierzu zählen auch die sogenannten Mobilstationen. Mobilstationen verknüpfen an zentralen Orten alle Mobilitätsangebote und bieten so die Möglichkeit, dass Menschen flexibel unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen bzw. während einer Reise zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wechseln können. Der Umweltausschuss des Landkreises Bamberg hat im März 2019 die Vergabe eines Auftrages zur Gesamtkonzeption solcher Mobilstationen im gesamten Landkreis Bamberg beschlossen. Der in dem Projekt erarbeitet Schlussbericht sowie der Gestaltungsleitfaden wurden im Oktober 2020 dem Kreisausschuss vorgestellt. Dieser beinhaltete die Auswahl von sogenannten Pilotstandorten. Zu diesen Standorten zählt auch der Pendler-Parkplatz nordöstlich vom Ortszentrum der Stadt Scheßlitz.

Projektinhalte: Die Stadt Scheßlitz möchte pilothaft und nach Vorbild des "Umsetzungskonzeptes Mobilstationen im Landkreis Bamberg" im Rahmen eines LEADER-Projektes eine Mobilitätsstation am Pendlerparkplatz einrichten. Der Schwerpunkt der Mobilstation soll auf dem Umstieg zwischen Fahrrad und Auto liegen. Ziel des Projektes ist die Stärkung der intermodalen und damit auch klimafreundlichen Mobilität im Gebiet der Stadt Scheßlitz sowie der gesamten Region Bamberg. Vorgesehene Module, welche die Mobilitätsstation integrieren soll, sind u.a. Radsammelgaragen, Radparkanlagen, eine Radservice-Station, ein Wetterschutz mit Sitzgelegenheit und eine E-Bike-Ladestation.

Multimediamodell der Ebracher Klosterlandschaft

Projektträger: Markt Ebrach

Quelle: cisterscapes.eu

Projektstatus: Förderantragsstellung

Bei diesem Einzelprojekt handelt es sich um ein Teilprojekt des Markts Ebrach zum transnationalen Kooperationsprojekt „TNC I - „Cisterscapes - Cistercian landscapes connecting Europe“. Mit dem transnationalen Kooperationsprojekt sollen erstmals 18 historische Klosterlandschaften in sechs Ländern vernetzt und unter Gebrauch von neuer Technologien und Medien einheitlich erfasst, dokumentiert und vermittelt werden. Das gemeinsame Kooperationsprojekt mündet  zusammen mit den regionalen Teilprojekten in eine Bewerbung um ein serielles, transnationales Europäisches Kulturerbe-Siegel. 

In diesem Zusammenhang sollen im Teilprojekt „Multimediamodell der Ebracher Klosterlandschaft“ ein Klosterlandschaftsmodell für das ehemalige Kloster Ebrach hergestellt und im südlichen Pavillon des unteren Abteigartens des ehemaligen Klosters aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die bereits vorhandenen umfangreichen Forschungen, Kartierungen und Ausstellungsinhalte, welche im Rahmen des LEADER-Kooperationsprojektes „Vielfalt in der Einheit - Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“ gewonnen wurden, sollen weitergeführt und am Beispiel des ehemaligen Klosters Ebrach in ein 3D-Exponat mit Augmented-Reality-basiertem Informationssystem umgesetzt werden. Auf diese Weise sollen typische Aspekte der zisterziensischen Kulturlandschaftsnutzung und Umgestaltung, aber auch für das ehem. Kloster Ebrach spezifische Inhalte einem breiten Publikum interaktiv und auf intuitive, anschauliche und multimediale Weise vermittelt werden. Das Modell soll die Landschaftsbeziehungen und kulturlandschaftlichen Prägungen des ehem. Klosters in einem Umkreis von ca. 50 km im Maßstab 1:50.0000 in den Bereichen Siedlung, Landwirtschaft, Handwerk, Transportwege, Sakrallandschaft und Blickachse aufzeigen und vermitteln. Das Klosterlandschaftsmodell wird nach einheitlicher Vorgabe des Lead-Partners aufgestellt. Mit einer sogenannten „Kulturlandschaftsinventarisation“ führt das Lead-Projekt („TNC I“) in einer Online-Datenbank alle Geodaten, Elemente und Strukturen der jeweiligen Klosterlandschaften - in diesem Falle des Klosters Ebrach - zusammen.

Artenkenner in der Region Bamberg

Projektträger: BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Projektstatus: Umsetzungsphase

Hauptbestandteil des Projektes ist die Ausbildung von Artenkennern: Im Rahmen von mehrteiligen Bestimmungskursen zu regionstypischen Tier- und Pflanzenarten sollen TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, allgemeine Merkmale der jeweiligen Artengruppen, Familien bzw. Gattungen zu erkennen und deren wichtigsten Repräsentanten zu bestimmen und kennen zu lernen. Die jeweilige Seminarreihe beginnt mit einem theoretischen Einführungskurs. Dabei geht es u.a. um die Vermittlung von Grundlagen zu Biodiversität, Lebensraumtypen und möglichen Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus behandeln sie erste theoretische Grundlagen für die Bestimmung von Arten, um die Beobachtungen im Gelände später einordnen zu können. Auf den Einführungskurs bauen dann Erkundungen im Gelände auf, um die Arten in ihrem Lebensraum zu erfassen und zu bestimmen sowie unterschiedliche Bestimmungsmethoden zu erlernen. Bei den Kursen werden digitale Medien und Bestimmungs-Apps eingesetzt und auf ihren Nutzen für die Erhöhung der Artenkenntnis überprüft. Für die Teilnahme an den Kursen bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat. Die ausgebildeten Artenkenner bekommen über den gesamten Projektverlauf die Möglichkeit, ihr Wissen anzuwenden und zu vertiefen, z.B. indem sie in Artenschutzgruppen des BUND Naturschutz mitarbeiten, selbst Exkursionenleiten oder bei Kartierungsprojekten einbezogen werden. Das Projekt soll im Zeitraum von Juni 2020 bis Dezember 2022 umgesetzt werden.

Quelle: naturtalent-gesucht.de

Projektziele:

  • Menschen in der Region für die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in der Region begeistern und die Artenkenntnis in der Region erhöhen
  • naturinteressierte Menschen zu Artenkennern der Region ausbilden
  • neue Expertinnen und Experten für Artenkenntnis gewinnen und einen regionalen Expertenpool aufbauen
  • das Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz verbessern
  • Wissen über allgemeine ökologische Zusammenhänge, die Bedeutung der Biodiversität insgesamt sowie Grundlagen für die Entwicklung des Artenschutzes in der Region Bamberg vermitteln

Erlebniskelterei Trabelsdorf

Projektträger: Obst- und Gartenbauverein Trabelsdorf

Projektstatus: UmsetzungsphaseStreuobstwiese Mühlgraben (Quelle:ogvtrabelsdorf.de)

In Trabelsdorf soll eine Erlebnis- und Schaukelterei mit Räumlichkeiten für Seminare, Ferienprogramm, Bastelaktionen, sowie Seminare mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung in den Themen Umwelt und Natur entstehen. Die Kelterei soll weiterhin zur Verarbeitung von Streuobst aus der Umgebung dienen, um einen langfristigen Erhalt bzw. eine Erweiterung von Streuobstbeständen in der Region zu gewährleisten. Diese wiederum dienen dem Zweck der Artenvielfalt, dem Erhalt alter Obstsorten sowie als Nahrung für Insekten und Bienen. Das Gebäude sowie die Saftpressanlage sollen Erlebnis- bzw. Mitmachcharakter besitzen. Außerdem sollen im Rahmen des Projektes Aktionen für Schüler, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Gartenbauvereine veranstaltet werden. Des Weiteren stellt die Kelterei den Abschluss eines in der Gemeinde dargestellten ökologischen Kreislaufes dar, welcher sowohl Schlosspark, Kräutergarten, Bienenschaukasten (Honeyfactory), Streuobstwiesen und Vogelbeobachtungsturm beinhaltet. Neben dem informativen Charakter des Gebäudes dient das Gebäude der Stärkung und Erhaltung des Ehrenamts innerhalb des Vereins und der Gemeinde und zur Gewinnung neuer Mitglie der.

Energielehrpfad Hirschaid

Projektstatus: Umsetzungsphase

Projektträger: Markt Hirschaid

Im Energielehrpfad sollen die verschiedenen regenerativen Energien im Modell dargestellt und praktisch ausprobiert werden.Der Lehrpfad wird im öffentlichen Raum Parkgelände hinter dem Rathaus in Hirschaid installiert, um den interssierten Besuchern jederzeit zur Verfügung zu stehen. Das spielerische Erleben und Lernen steht bei der Planung der Modelle im Vordergrund. Wie funktioniert die Solarenergie? – Wie muss ein Solarmodul ausgerichtet sein, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erzielen? Wieviel Wind ist erforderlich, um eine Windkraftanlage effizient zu betreiben? Diese und ähnliche Fragen sollen anhand der Modelle anschaulich geklärt werden können.

Um diese Idee fachgerecht umzusetzen und Synergieeffekte zu erreichen, arbeitet der Markt Hirschaid mit der Fakultät Maschinenbau und Umwelttechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule zusammen. Prof. Frank Späte und Prof. Jakub Rosenthal haben sich im Sommersemester 2016 mit rund 20 Studierenden als Seminar mit dem Projekt „Energielehrpfad“ beschäftigt. In Kleingruppen haben die Studierenden verschiedene Modelle entwickelt, die im Rathauspark aufgestellt werden können. Dabei haben sich jeweils zwei Gruppen mit den Energieträgern Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Biomasse und Photovoltaik befasst. Für die Studierenden bedeutete die Beschäftigung mit dem Projekt nicht nur einen studien-immanenten Lerneffekt, sondern vor allem auch die Notwendigkeit, konkret und praxisbezogen und planen und zu entwerfen.

Im Rahmen des LEADER-Projekts sollen die Entwürfe der Studenten in funktionsfähige Modelle umgesetzt werden. Perspektivisch ist eine Einbindung des Energielehrpfades in umgebende Wanderrouten vorgesehen. Wanderwege können von den Modellen im Rathauspark zu den in der Gemeinde vorhandenen realen Energiegewinnungseinrichtungen (z.B. Photovoltaikanlage und Hackschnitzelheizung am Kultur- und Bildungszentrum Schloss Sassanfahrt, Photovoltaikanlage an der Autobahn A 73 etc.) führen.