Heimat und Ökonomie

Internationales Bierkulturzentrum (Konzept)

Projektstatus: Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt

Projektträger: Landkreis Bamberg

Deutschland ist weltweit das Land mit den meisten Privatbrauereien. In Oberfranken und speziell im Bamberger Land existiert noch heute eine über die Jahrhunderte gewachsene authentische Bierkultur, die sich in der höchsten Privatbrauereidichte zumindest innerhalb Deutschlands, wenn nicht sogar weltweit, widerspiegelt.

Diese gelebte Biertradition im Bamberger Land besitzt eine weit über die regionalen und nationalen Grenzen hinausreichende Ausstrahlungskraft. Um die kulturelle, historische, ökonomische und soziogeographische Bedeutung der Bier- und Brauertradition im Bamberger Land zu würdigen und dieses Alleinstellungsmerkmal gerade im nationalen und internationalen Gesamtkontext in der bisherigen Form, aber auch mit neuen Produkt- und Vermarktungsideen verstärkt zu profilieren, ist die Errichtung eines Internationalen BierKulturZentrums im Bamberger Land geplant. 

Der Inhalt des Projektes ist die Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen für die Errichtung des Internationalen BierKulturZentrums, auf deren Basis dann die weiterführenden konkreten Planungen der einzelnen Umsetzungsprojekte und weitergehenden Maßnahmen erfolgen sollen.

Geplanter Umsetzungszeitraum: Ende 2016 bis Ende 2018

 

Das BauMuKerl am Felsenkeller in Baunach

Projektstatus: Vorbereitung der AntragsunterlagenEhem. Lechner-Bräu Keller in Baunach (Foto: VGN)

Projektträger: Stadtkapelle Baunach e. V.

Im Rahmen des Projekts soll der Gebäudekomplex des ehemaligen „Lechner-Kellers“ in Baunach saniert, durch einen Anbau/Neubau ergänzt und die darunterliegenden Felsenkeller instandgesetzt werden. Ziel ist, eine internationale Begegnungsstätte für Musikkultur zu schaffen und gleichzeitig das kulturelle Erbe der „Kellertradition“ in Baunach aufrecht zu erhalten. Dies soll durch die Weiterführung der Bewirtschaftung des Kellers und die öffentliche Zugänglichmachung der Felsenkeller erreicht werden. Der geplante Neubau soll einerseits für die Vereinsarbeit, andererseits für diverse Veranstaltungen auch anderer Institutionen oder Vereine genutzt werden. Die Bezeichnung "BauMuKerl" kommt von Baunacher Musik und Kultur erleben.

 Das Gesamtprojekt gliedert sich in zwei Bestandteile:

  • Neubau bzw. Erweiterung des bestehenden Gebäudekomplexes
  • Sanierung der Felsenkeller

Durch LEADER soll die Sanierung der Felsenkeller unterstützt werden. Es handelt sich dabei die Renovierung des Felsenkellers-West, ddes großen Felsenkellers-Ost und die benachbarten Felsenkeller-Zugänge im Umgrif.

Hintergrund:

Der Keller der „Lechner Bräu“, der seit Mitte der 1980er Jahre als Kellerlokal betrieben wird, ist der einzige Ort in Baunach, an dem die einstige Baunacher Kellerkultur weiterlebt (ursprünglich waren insgesamt fünf Bierkeller in unmittelbarer Umgebung vorhanden). Den Keller der Lechner Bräu erwarb der Musikverein Stadtkapelle Baunach im Jahr 2015 und möchte diesen zum Zwecke der Musik, der Begegnung und Ortskultur sowie für die Jugendarbeit umbauen. Im Rahmen dieses geplanten Umbaus soll auch die kulturgeschichtliche Relevanz des Kellers Berücksichtigung finden, zumal der Keller der Lechnerbräu neben dem Bürgerhaus Baunach ein Zeugnis Baunacher Brauereikultur darstellt.

Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die gut erhaltenen, bis zu 100 Meter tief in den Sandsteinfelsen getriebenen Stollen und Sandsteingewölbe ein, die in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Die geschichtsträchtige Bausubstanz eines ursprünglichen Brauereigebäudes wird damit erhalten und soll mit neuem Leben erfüllt werden. Denkbar ist beispielsweise eine gezielte Einbindung der Stollen und Gewölbe ins Kulturkonzept der Stadt Baunach z.B. auch im Rahmen der „Nachtwächterführungen“.

Der Felsenkeller ist derzeit verpachtet und an fünf Tagen das ganze Jahr über geöffnet hat. Der Musikverein Stadtkapelle Baunach spielt seit mehreren Jahren im Frühjahr und Sommer bei entsprechendem Wetter am Keller auf und unterhält die Gäste. Diese der Öffentlichkeit zugängliche Verbindung von Bierkellerkultur und Musik soll im Zuge der Umnutzung als eine Art musikalische Begegnungsstätte, in der die Jugendarbeit großgeschrieben wird, in modifizierter Form erhalten werden.

 

Geplanter Umsetzungszeitraum: Frühjahr 2018 bis Ende 2019

 

Honeyfactory Trabelsdorf

Projektstatus: Vorbereitung der Antragsunterlagen

Projektträger: Gemeinde LisbergHoneyfactory

Auf Anregung aus der Trabelsdorfer Bürgerschaft soll der Kräutergarten im Schlosspark Trabelsdorf um ein Bienenhaus ergänzt werden, um den allen Besuchern die Möglichkeit zu geben, Bienen bei ihrer täglichen Arbeit ungestört beobachten zu können. Denn über einen kaminartigen Hochbau fliegen die Bienen in einer Höhe von ca. 5 m über den Beobachter hinweg ins Freie. Durch die gewählte Konstruktion bietet die Honeyfactory entsteht kein Kontakt zwischen Bienen und Beobachter. Die eingebaute Plexiglasscheibe ermöglicht es dennoch einen Blick auf den Bienenkasten zu werfen. Durch eine Tür auf der Rückseite kann die Honeyfactory durch einen Imker begangen werden.

Durch die Honeyfactory kann das Thema Bienen, das in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gewandert ist, für jedermann zugänglich gemacht werden. Die Honeyfactory wird durch eine Schautafel bzw. durch Erläuterungen des betreuenden Imkers genauer erklärt werden. Damit kann die Haoneyfactory ein interessantes Ausflugsziel z.B für Schulkassen, Familien oder Exkursionen sein.

Die Betreuung des Bienenstockes wird ein örtlicher Imker übernehmen, der in Trabelsdorf und Triefenbach bereits einige Bienenstöcke pflegt.

Die Idee und die Umsetzung der Honeyfactory stammt von dem Künstler Francesco Faccin. Mit dem Künstler ist vereinbart worden, dass in Trabelsdorf eine Honeyfactory ohne Lizenzauflagen errichtet werden kann. Die Trabelsdorfer Bürgerschaft nahm diese Idee nach einem Besuch der Expo in Mailand, auf der auch die Honeyfactory aufgestellt war, mit zurück.

Genusskarte der Region Bamberg

Projektstatus: AbgeschlossenGenusskarte1

Projektträger: Landkreis Bamberg

Die Genusskarte soll für die gesamte Region Bamberg erstmals alle vorhandenen Mitgliedsbetriebe der Dachmarke "Region Bamberg - weil's mich überzeugt!" als Genussdestinationen in Form einer kartographischen Darstellung aufzeigen. Die Genusskarte, die mit einem Saisonkalender kombiniert ist, zeigt dem Verbraucher die zeitliche Verfügbarkeit der regionalen Produkte auf und ermöglicht es, die Spezialitäten in der Region Bamberg leicht zu finden.Genusskarte2

Die kulinarische Karte der Region Bamberg zeigt die Direktvermarkter mit ihren Spezialitäten auf und gibt Erläuterungen zu den einzelnen Erzeugern mit ihren Produkten. Es werden Veranstaltungstipps in der Region, angefangen vom Apfelmarkt bis zum Weihnachtsmarkt, dargestellt.
Eine Saisonkarte mit Bezugsmöglichkeiten der Spezialitäten gibt einen guten Überblick über die zeitliche Verfügbarkeit der Produkte.
Die Genusskarte erleichtert es den Kunden, die regionalen Produkte der Region Bamberg zu finden. Damit trägt die Karte zu einer Stärkung der regionalen Erzeuger bei und erhält die Wertschöpfung im Landkreis.

Die Karte wurde während des 1. Genusstages der Region Bamberg durch Landrat Johann Kalb am 25.09.2016 offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Erhältlich ist die Genusskarte im Landratsamt Bamberg, bei der Stadt Bamberg, beim Tourismus & Kongress Service Bamberg, bei den Gemeinden im Landkreis Bamberg und hier als Download.

Umsetzungszeitraum: 2016

Heinershofer Back- und Käseschule

Projektstatus: In Umsetzung

Projektträger: Heinershof e. V. bstbsbHeinershof

Die Umgestaltung des Heinershofs zu einem Schulbauernhof wurde bereits in der Förderperiode 2007 - 2013 mit Leader-Mitteln bezuschusst. Aufgrund der rasanten Entwicklung des Hofs und die starke Nutzung der vorhandenen Angebote soll nun der Nutzerkreis erweitert werden. Derzeitige Zielgruppe des Heinershofes sind vornehmlich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis vierzehn Jahren. Im geplanten Vorhaben soll als Erweiterung der bereits bestehenden Angebote vor allem die Zielgruppe der Erwachsenen angesprochen werden. Geplant ist die Einrichtung einer Brot-und Käseschule im sogenannten „Hofhaus“ des Heinershofes. Hier sollen eine Brotbackstube, eine Käserei mit Reiferaum, sowie ein Gruppenraum und eine Übernachtungsmöglichkeit für Referenten entstehen. Der auch in diesem Gebäude befindliche Holzbackofen wurde vor zwei Jahren bereits grundlegend saniert und steht für die Kurse zur Verfügung. Ziel der Back- und Käseschule ist die Vermittlung von Fachkenntnissen über die qualitativ hochwertige handwerkliche Erzeugung von Brot und Käse, sowie die daraus resultierende Steigerung der Wertschätzung regionaler Produkte. Die Erfahrung, wie viel Zeit und Mühe es kostet, bis man letztendlich ein hochwertiges Produkt in den Händen hält, beeinflusst das Verbraucherverhalten positiv im Bezug auf höherpreisige regionale und handwerklich erzeugte Lebensmittel. Die für die Kurse benötigten Rohstoffe wie Milch, Gewürze oder Mehl werden von regionalen Kooperationspartnern bezogen. Für die Brot-und Käseschule werden weitere Arbeitsplätze in Teilzeit entstehen.

Geplanter Umsetzungszeitraum: Ende 2017 bis Ende 2019