Grundlagenplanung Alltagsradverkehr

Projektstatus: laufend

Projektträger: LAG Region Bamberg e.V.

Das Projekt versteht sich als ein Umsetzungs-Baustein des bereits bestehenden intermodalen Mobilitätskonzepts des Landkreises Bamberg. Im Gegensatz zum in der Förderperiode 2007 - 2013 geförderten radtouristischen Konzept liegt hier der Schwerpunkt ausnahmslos auf der Ermittlung und Ausgestaltung von direkten, schnellen und alltagstauglichen Radverkehrsverbindungen, auch über Gebietsgrenzen hinweg. Im Landkreis Bamberg nimmt der (touristische) Radverkehr schon heute einen hohen Stellenwert ein. Im Alltagsverkehr werden in der Regel jedoch andere Ansprüche an eine Strecke gestellt.

Das Projekt bildet die Basis für den Umstieg auf den Verkehrsträger „Fahrrad“, vor allem in Bezug auf den (Berufs-) Pendler. Mit dem verstärkten Gebrauch des Fahrrads reduziert sich die PKW-Nutzung und damit der CO2-Ausstoß.

Eine Grundlagenplanung für den Alltagsradverkehr gibt es im Landkreis Bamberg bisher nicht. Auch überregional ist eine derartige Planung auf Grundlage eines intermodalen Mobilitätskonzepts ein gänzlich neuer Ansatz.

Der derzeitige Bestand an Radwegen ist systematisch zu untersuchen und hinsichtlich der Anforderungen der Zielgruppe „Alltagsradfahrer“ und des heute üblichen Standards zu überprüfen. Dabei soll auch die Verknüpfung mit bestehenden Schnittstellen des ÖPNV (z.B. an Schienenhaltepunkten oder größeren Bushaltestellen (Stichwort „Mobilitätsstationen“) betrachtet werden.

Nachdem die gesamte Landkreisbevölkerung von diesem Projekt profitieren wird, hat sich die LAG Region Bamberg e.V. entschlossen, Träger dieses Projekts zu sein. Die Umsetzung der durch die Grundlagenplanung gewonnenen Erkenntnisse bzw. Maßnahmenbausteine übernimmt der Landkreis Bamberg.

Projektlaufzeit: 2019-2020

 Landrat Johann Kalb mit Workshopteilnehmern im April 2019

Im Rahmen des LEADER-geförderten LAG-Projekts "Grundlagen Alltagsradverkehr" fanden über drei Tage hinweg Workshops statt. Geleitet vom Planungsbüro topplan sind alle 36 Gemeinden über Arbeitsgruppen damit aktiv in den Planungsprozess eingebunden. Die Wünsche und Anregungen der Kommunen werden dabei gleich vor Ort in die Pläne eingearbeitet. Dass fast alle Gemeinden durch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vertreten sind, unterstreicht die Bedeutung, die man diesem Thema beimisst. Davon konnte sich auch Landrat Johann Kalb überzeugen, vor allem aber auch von der kollegialen und produktiven Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg. Diese Workshops sind damit eine weitere wichtige Etappe für den zukünftigen Alltagsradverkehr im Landkreis Bamberg, soviel kann schon jetzt gesagt werden.Über die Homepage des Planungsbüros können nicht nur die teilnehmenden Gemeinden sondern auch die Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger den Planungsfortgang tagesaktuell verfolgen. Hier finden Sie nochmals den entsprechenden Link auf den aktuellen Netzplan. Dazu im rechten Bildschirmbereich unter "Rad" => "Radwegenetze gesamt" den Menüpunkt "Alltagsradwegenetz" auswählen: https://maps.topplan.de.