Heimat und Ökonomie

Artenkenner in der Region Bamberg

Projektträger: BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Projektstatus: Umsetzungsphase

Hauptbestandteil des Projektes ist die Ausbildung von Artenkennern: Im Rahmen von mehrteiligen Bestimmungskursen zu regionstypischen Tier- und Pflanzenarten sollen TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, allgemeine Merkmale der jeweiligen Artengruppen, Familien bzw. Gattungen zu erkennen und deren wichtigsten Repräsentanten zu bestimmen und kennen zu lernen. Die jeweilige Seminarreihe beginnt mit einem theoretischen Einführungskurs. Dabei geht es u.a. um die Vermittlung von Grundlagen zu Biodiversität, Lebensraumtypen und möglichen Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus behandeln sie erste theoretische Grundlagen für die Bestimmung von Arten, um die Beobachtungen im Gelände später einordnen zu können. Auf den Einführungskurs bauen dann Erkundungen im Gelände auf, um die Arten in ihrem Lebensraum zu erfassen und zu bestimmen sowie unterschiedliche Bestimmungsmethoden zu erlernen. Bei den Kursen werden digitale Medien und Bestimmungs-Apps eingesetzt und auf ihren Nutzen für die Erhöhung der Artenkenntnis überprüft. Für die Teilnahme an den Kursen bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat. Die ausgebildeten Artenkenner bekommen über den gesamten Projektverlauf die Möglichkeit, ihr Wissen anzuwenden und zu vertiefen, z.B. indem sie in Artenschutzgruppen des BUND Naturschutz mitarbeiten, selbst Exkursionenleiten oder bei Kartierungsprojekten einbezogen werden. Das Projekt soll im Zeitraum von Juni 2020 bis Dezember 2022 umgesetzt werden.

Quelle: naturtalent-gesucht.de

Projektziele:

  • Menschen in der Region für die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in der Region begeistern und die Artenkenntnis in der Region erhöhen
  • naturinteressierte Menschen zu Artenkennern der Region ausbilden
  • neue Expertinnen und Experten für Artenkenntnis gewinnen und einen regionalen Expertenpool aufbauen
  • das Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz verbessern
  • Wissen über allgemeine ökologische Zusammenhänge, die Bedeutung der Biodiversität insgesamt sowie Grundlagen für die Entwicklung des Artenschutzes in der Region Bamberg vermitteln

Erlebniskelterei Trabelsdorf

Projektträger: Obst- und Gartenbauverein Trabelsdorf

Projektstatus: UmsetzungsphaseStreuobstwiese Mühlgraben (Quelle:ogvtrabelsdorf.de)

In Trabelsdorf soll eine Erlebnis- und Schaukelterei mit Räumlichkeiten für Seminare, Ferienprogramm, Bastelaktionen, sowie Seminare mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung in den Themen Umwelt und Natur entstehen. Die Kelterei soll weiterhin zur Verarbeitung von Streuobst aus der Umgebung dienen, um einen langfristigen Erhalt bzw. eine Erweiterung von Streuobstbeständen in der Region zu gewährleisten. Diese wiederum dienen dem Zweck der Artenvielfalt, dem Erhalt alter Obstsorten sowie als Nahrung für Insekten und Bienen. Das Gebäude sowie die Saftpressanlage sollen Erlebnis- bzw. Mitmachcharakter besitzen. Außerdem sollen im Rahmen des Projektes Aktionen für Schüler, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Gartenbauvereine veranstaltet werden. Des Weiteren stellt die Kelterei den Abschluss eines in der Gemeinde dargestellten ökologischen Kreislaufes dar, welcher sowohl Schlosspark, Kräutergarten, Bienenschaukasten (Honeyfactory), Streuobstwiesen und Vogelbeobachtungsturm beinhaltet. Neben dem informativen Charakter des Gebäudes dient das Gebäude der Stärkung und Erhaltung des Ehrenamts innerhalb des Vereins und der Gemeinde und zur Gewinnung neuer Mitglie der.

Energielehrpfad Hirschaid

Projektstatus: Umsetzungsphase

Projektträger: Markt Hirschaid

Im Energielehrpfad sollen die verschiedenen regenerativen Energien im Modell dargestellt und praktisch ausprobiert werden.Der Lehrpfad wird im öffentlichen Raum Parkgelände hinter dem Rathaus in Hirschaid installiert, um den interssierten Besuchern jederzeit zur Verfügung zu stehen. Das spielerische Erleben und Lernen steht bei der Planung der Modelle im Vordergrund. Wie funktioniert die Solarenergie? – Wie muss ein Solarmodul ausgerichtet sein, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erzielen? Wieviel Wind ist erforderlich, um eine Windkraftanlage effizient zu betreiben? Diese und ähnliche Fragen sollen anhand der Modelle anschaulich geklärt werden können.

Um diese Idee fachgerecht umzusetzen und Synergieeffekte zu erreichen, arbeitet der Markt Hirschaid mit der Fakultät Maschinenbau und Umwelttechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule zusammen. Prof. Frank Späte und Prof. Jakub Rosenthal haben sich im Sommersemester 2016 mit rund 20 Studierenden als Seminar mit dem Projekt „Energielehrpfad“ beschäftigt. In Kleingruppen haben die Studierenden verschiedene Modelle entwickelt, die im Rathauspark aufgestellt werden können. Dabei haben sich jeweils zwei Gruppen mit den Energieträgern Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Biomasse und Photovoltaik befasst. Für die Studierenden bedeutete die Beschäftigung mit dem Projekt nicht nur einen studien-immanenten Lerneffekt, sondern vor allem auch die Notwendigkeit, konkret und praxisbezogen und planen und zu entwerfen.

Im Rahmen des LEADER-Projekts sollen die Entwürfe der Studenten in funktionsfähige Modelle umgesetzt werden. Perspektivisch ist eine Einbindung des Energielehrpfades in umgebende Wanderrouten vorgesehen. Wanderwege können von den Modellen im Rathauspark zu den in der Gemeinde vorhandenen realen Energiegewinnungseinrichtungen (z.B. Photovoltaikanlage und Hackschnitzelheizung am Kultur- und Bildungszentrum Schloss Sassanfahrt, Photovoltaikanlage an der Autobahn A 73 etc.) führen.

Grundlagenplanung Alltagsradverkehr

Projektstatus: laufend

Projektträger: LAG Region Bamberg e.V.

Das Projekt versteht sich als ein Umsetzungs-Baustein des bereits bestehenden intermodalen Mobilitätskonzepts des Landkreises Bamberg. Im Gegensatz zum in der Förderperiode 2007 - 2013 geförderten radtouristischen Konzept liegt hier der Schwerpunkt ausnahmslos auf der Ermittlung und Ausgestaltung von direkten, schnellen und alltagstauglichen Radverkehrsverbindungen, auch über Gebietsgrenzen hinweg. Im Landkreis Bamberg nimmt der (touristische) Radverkehr schon heute einen hohen Stellenwert ein. Im Alltagsverkehr werden in der Regel jedoch andere Ansprüche an eine Strecke gestellt.

Das Projekt bildet die Basis für den Umstieg auf den Verkehrsträger „Fahrrad“, vor allem in Bezug auf den (Berufs-) Pendler. Mit dem verstärkten Gebrauch des Fahrrads reduziert sich die PKW-Nutzung und damit der CO2-Ausstoß.

Eine Grundlagenplanung für den Alltagsradverkehr gibt es im Landkreis Bamberg bisher nicht. Auch überregional ist eine derartige Planung auf Grundlage eines intermodalen Mobilitätskonzepts ein gänzlich neuer Ansatz.

Der derzeitige Bestand an Radwegen ist systematisch zu untersuchen und hinsichtlich der Anforderungen der Zielgruppe „Alltagsradfahrer“ und des heute üblichen Standards zu überprüfen. Dabei soll auch die Verknüpfung mit bestehenden Schnittstellen des ÖPNV (z.B. an Schienenhaltepunkten oder größeren Bushaltestellen (Stichwort „Mobilitätsstationen“) betrachtet werden.

Nachdem die gesamte Landkreisbevölkerung von diesem Projekt profitieren wird, hat sich die LAG Region Bamberg e.V. entschlossen, Träger dieses Projekts zu sein. Die Umsetzung der durch die Grundlagenplanung gewonnenen Erkenntnisse bzw. Maßnahmenbausteine übernimmt der Landkreis Bamberg.

Projektlaufzeit: 2019-2020

 Landrat Johann Kalb mit Workshopteilnehmern im April 2019

Heinershofer Back- und Käseschule

Projektstatus: In Umsetzung

Projektträger: Heinershof e. V. Heinershof

Die Umgestaltung des Heinershofs zu einem Schulbauernhof wurde bereits in der Förderperiode 2007 - 2013 mit Leader-Mitteln bezuschusst. Aufgrund der rasanten Entwicklung des Hofs und die starke Nutzung der vorhandenen Angebote soll nun der Nutzerkreis erweitert werden. Derzeitige Zielgruppe des Heinershofes sind vornehmlich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis vierzehn Jahren. Im geplanten Vorhaben soll als Erweiterung der bereits bestehenden Angebote vor allem die Zielgruppe der Erwachsenen angesprochen werden. Geplant ist die Einrichtung einer Brot-und Käseschule im sogenannten „Hofhaus“ des Heinershofes. Hier sollen eine Brotbackstube, eine Käserei mit Reiferaum, sowie ein Gruppenraum und eine Übernachtungsmöglichkeit für Referenten entstehen. Der auch in diesem Gebäude befindliche Holzbackofen wurde vor zwei Jahren bereits grundlegend saniert und steht für die Kurse zur Verfügung. Ziel der Back- und Käseschule ist die Vermittlung von Fachkenntnissen über die qualitativ hochwertige handwerkliche Erzeugung von Brot und Käse, sowie die daraus resultierende Steigerung der Wertschätzung regionaler Produkte. Die Erfahrung, wie viel Zeit und Mühe es kostet, bis man letztendlich ein hochwertiges Produkt in den Händen hält, beeinflusst das Verbraucherverhalten positiv im Bezug auf höherpreisige regionale und handwerklich erzeugte Lebensmittel. Die für die Kurse benötigten Rohstoffe wie Milch, Gewürze oder Mehl werden von regionalen Kooperationspartnern bezogen. Für die Brot-und Käseschule werden weitere Arbeitsplätze in Teilzeit entstehen.

Geplanter Umsetzungszeitraum: Ende 2017 bis Ende 2019