Teilhabe, Kultur und Lernen

Kommunenfunk

Projektträger: Landkreis Bamberg

Projektstatus: laufend

Der Landkreis Bamberg und das Landratsamt wollen ihre Bürgerinnen und Bürger verstärkt über die Aktivitäten im Landkreis Bamberg und auf das Dienstleistungsangebot des Landratsamtes informieren, insbesondere auch deshalb, weil sich der Landkreis über eine große Ausdehnung und damit verbunden über z.T. lange Wege nach Bamberg verfügt. Durch den Kommunenfunk erhalten die Einwohner unabhängig von ihrem Wohnort genau die Informationen, die sie interessieren. Im Rahmen des Projekts können die Bürgerinnen und Bürger eine gezielte Auswahl von Themengebieten (Neuigkeiten aus dem Landratsamt sowie dessen Angebote in den verschiedensten Lebensbereichen, Veranstaltungen, usw.) vornehmen. Es lässt sie entscheiden, wie oft sie wann Informationen bekommen. "Kommunenfunk" bietet zahlreiche individuelle Kommunikationskanäle: SMS, E-Mail, Telegram, Threema, WhatsApp, Facebook Messenger.

Landkreis-Magazin

Projektträger: Landkreis Bamberg

Projektstatus: laufend

Das Landkreis-Magazin ist ein bürgernahes Informationsangebot in Print- und sowie E-Magazin-Format. Ziel ist es, sowohl Bürgern als auch Touristen den Landkreis Bamberg in all seinen Facetten näher zu bringen – angefangen von der Vorstellung der einzelnen Gemeinden über die Landkreispolitik bis hin zu touristischen und wirtschaftlichen Themen. Das Landkreis-Magazin soll die Menschen anregen, den Landkreis Bamberg mit seinen regionalen Besonderheiten kennen zu lernen und dabei auch neue Seiten zu entdecken. Durch den regionalen Bezug sollen sich die Leser mit dem Landkreis-Magazin – und damit auch mit ihrer Heimat – identifizieren. Sie sollen umfassend über die Arbeit der Kreisorgane und der Landkreisverwaltung informiert werden. Qualitativ hochwertige Fotos, attraktive Gestaltungselemente und eine breit gefächerte Themenauswahl sollen ein ansprechendes Erscheinungsbild und einen hohen Lesermehrwert gewährleisten. Durch die kostenlose Verteilung an alle Haushalte im Landkreis Bamberg wird ein flächendeckendes Informationsangebot für Printleser sichergestellt.

Alle bisher erschienenen Ausgaben des Landkreis-Magazins in E-Magazin-Format finden Sie hier.

                                            Titelbild der ersten Ausgabe des Landkreis-Magazins (Quelle: LRA)

Transnationales Kooperationsprojekt „Cisterscapes - Cistercian landscapes connecting Europe“

Transnationales Kooperationsprojekt "Cisterscapes - cistercian landscapes connecting europe"

Projektträger: Landkreis Bamberg

Projektzeitraum: 2019-2021

Der Landkreis Bamberg hat im Europäischen Kulturerbejahr 2018 (ECHY = European Cultural Heritage Year) mit großem Erfolg das LEADER-Kooperationsprojekt „Vielfalt in der Einheit - Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“ in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) durchgeführt. Als größter bayerischer Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr hatte das Projekt eine hohe überregionale Aufmerksamkeit und zeigte das Potenzial der grenzübergreifenden Vernetzung zisterziensischer Klosterlandschaften hinsichtlich eines gemeinsamen Prädikatisierungsantrags. Die von den Zisterziensern geprägte Kulturlandschaft des Steigerwalds ist insbesondere für eine transnationale, serielle Bewerbung im Verbund mit weiteren zisterziensischen Klosterlandschaften geeignet. Dieses Siegel bietet sich insbesondere deshalb an, da Bayern bislang keinen Kulturerbesiegel-Antrag gestellt hat und bislang noch keine Kulturlandschaft entsprechend ausgezeichnet wurde. Das EKS wird für die herausragende Bedeutung eines Ortes/einer Kulturlandschaft für die europäische Geschichte verliehen.

Grundlage für eine Bewerbung um ein „Europäisches Kulturerbe-Siegel“ ist die Erweiterung der internationalen Vernetzung zur Abbildung der europäischen Bedeutung der zisterziensischen Klosterlandschaften und zur Erlangung der für das EKS erforderlichen Qualifikationen. Das bedeutet eine Erweiterung der Kooperation von derzeit sechs Klosterregionen in vier Ländern auf max. 20 Partner in sechs Ländern vor dem Hintergrund der West-Ost-Expansion der Zisterzienser. Zwei Transnationale LEADER Kooperationsprojekt (TNC I und TNC II) sollen zum EKS-Antrag führen: TNC I 2019-21 und TNC II 2020-21 (Antragsfrist 01.03.2021 für eine Nominierung 2023).

Weitere Infos finden Sie auf der offiziellen Projektseite: Cisterscapes.eu

TNC I ist am 3.12.2019 offiziell mit der Übergabe des LEADER-Förderbescheids durch Landwirtschaftsministerin Manuela Kaniber in München gestartet.

Bereits im Oktober 2019 wurde die Projektanbahnung im Rahmen einer großen Kick-off-Veranstaltung am Kloster Ebrach gebührlich gefeiert. Landrat Johann Kalb und die Projektleiterin Dr. Birgit Kastner empfingen damals zusammen mit Bürgermeister Schneider  neben Ehrengästen wie dem Bayerischen Wissenschaftsminister Sibler zahlreiche Partner aus den beteiligten Ländern.

Beteiligte Bayerische LAGn: LAG Region Bamberg e.V. (Koordination), LAG Aischgrund e.V., LAG Haßberge e.V., Z.I.E.L. Kitzungen e.V., LAG Schweinfurt Land e.V., LAG Südlicher Steigerwald e.V., Region Obermain e.V., InitiAKTIVKreis Tirschenreuth e.V.

Beteiligte Klosterlandschaften in sechs Ländern:

Deutschland:

-      Ebrach (BY, Lkr. Bamberg), LAG Region Bamberg, LAG Aischgrund, LAG Haßberge; LAG Kitzingen, LAG Schweinfurter Land, LAG Südlicher Steigerwald

-      Klosterlangheim (BY, Lkr. Lichtenfels), LAG Region Obermain

-      Waldsassen (BY, Lkr. Tirschenreuth), LAG InitiAktivkreis Tirschenreuth

-      Altenberg (NRW, Rheinisch-Bergischer-Kreis)

-      Bronnbach (BW, Main-Tauber-Kreis), LAG Badisch-Franken

-      Loccum (NI, Lkr. Nienburg/Weser), keine LAG Region

-      Maulbronn (BW, Enzkreis), keine LAG-Region

-      Schulpforte (ST, Burgenlandkreis), LAG Saale-Unstrut-Triasland

Frankreich:

-      Cîteaux (Région Bourgogne Franche-Comté), Saint-Nicolas-lès-Cîteaux, GAL Beaunois

-      Morimond (Région Grand-Est), GAL Pays de Langres

Österreich:

-      Rein (Steiermark), keine LAG-Region

-      Zwettl (Niederösterreich), LAG Waldviertler Grenzland

Polen:

-      Lekno/Wagrowiec (Woiwodschaft Großpolen), LGD Stowarzyszenie „Dolina Wełny”

Slowenien:

-      Sticna (Sittich, Ivančna Gorica, Region Dolenjska), LAS Suhe Krajine, Temenice in Krke

-      Kostanjevica na Krki (Landstraß an der Gurk, Region Dolenjska),

Tschechien:

-      Plasy (Bezirk Pilsen, Böhmen), MAS Světovina

-      Vyšší Brod (Bezirk Český Krumlov, Südböhmen), MAS Rozkvět

Kooperationsprojekt Erfassung (historischer) Kulturlandschaften

Projektstatus: In Umsetzung

Antragsteller: LAG Südlicher Steigerwald e.V.

Kooperierende LAGn: 12 LAGn aus Mittel- und Oberfranken und der Oberpfalz

Im RahmeGebietskulissen des Kooperationsprojekts „Erfassung (historischer) Kulturlandschaften“ haben sich alle neun Lokalen Aktionsgruppen aus Mittelfranken und der Region Bamberg sowie drei LAGs aus der Oberpfalz zusammengeschlossen, um mit einer LEADER-Förderung eine gemeinsame Erfassung von Kulturlandschaftselementen durchzuführen. Die Bezirke Mittelfranken und Oberpfalz begrüßen das Projekt und werden es mit einer finanziellen Beteiligung unterstützen. Viele Akteure arbeiten bei diesem Projekt zusammen, darunter der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Bezirks-, Kreis- und Ortsheimatpfleger, Landschaftspflegeverbände, Naturschutz und weitere regionale Organisationen.

Ziel des Projekts ist es, in enger Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege modellhaft eine Datenbank aufzubauen, in der die hauptsächlich von Ehrenamtlichen erfassten Kulturlandschaftselemente nach Überprüfung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingepflegt werden. Der große Vorteil dieses Kooperationsprojekts ist eine individuelle Erfassung der Kulturlandschaftselemente. Jede LAG entscheidet für sich und ihre Region, welche Elemente erhoben werden. Solche Elemente können z.B. sein: Felsenkeller, Streuobstanlagen, Hutanger, alte Obstbäume in freier Flur, Mittel- und Niederwälder, Wehre, Mühlbäche, Bewässerungsanlagen, Altstraßen, Grenzsteine, Wallgräben, Heiligenfiguren oder Steinkreuze. Dabei ist klar, dass eine vollständige Erfassung im Rahmen dieses Projektes nicht machbar ist.

Von zentraler Bedeutung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen, die zu einem neuen Blick auf ihre Heimat motiviert werden sollen. In verschiedenen Workshops werden sie für die Erfassung der Elemente qualifiziert. Neben grundlegenden Informationen zur (historischen) Kulturlandschaft erhalten sie dabei auch Schulungen zur Datenerhebung und zu noch festzulegenden Spezialthemen. Die Workshops
finden in jeder Region statt und sind kostenlos. Die Erfassung der Kulturlandschaftselemente wird von einem Projektmanagement koordiniert.

Nach Ende der dreijährigen Projektlaufzeit wird die erstellte Datenbank voraussichtlich beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege angesiedelt sein, von diesem betreut und gepflegt werden. Damit ist die Nachhaltigkeit des Modellprojektes gesichert. Zu diesem Zeitpunkt wird die Datenbank dann auch bayernweit, zu noch zu definierenden Konditionen, für die Allgemeinheit geöffnet werden.

Kooperationsprojekt Vielfalt in der Einheit - Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa

Projektstatus: abgeschlossen

Projektträger: Landkreis Bamberg

Kooperierende LAGn: Region Bamberg (koordinierend), InitiAktivKreis Tirschenreuth, Z.I.E.L. Kitzingen, Schweinfurter Land und Haßberge

SH WoBi Marke Projekte rgb DEUEin Projekt des Landkreises Bamberg zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018 (European Cultural Heritage Year)

Vielfalt in der Einheit: Zisterziensische Kulturlandschaften sind ein Fenster in die Vergangenheit! Sie bilden die von den Zisterziensern in Mitteleuropa seit rund 1000 Jahren gelebten Nutzungen und Traditionen ab und zeigen in ihrer Vielfalt die Wechselwirkungen zwischen Raum und Mensch. Blühende Flusslandschaften mit Klöstern, Klosterhöfen, Teichwirtschaft, Streuobstwiesen, Weinbergen, historische Waldbauformen wie Nieder- und Mittelwald sind Erkennungsmerkmale dieser über Jahrhunderte geprägten Kulturlandschaftsräume.

Projektziel war es, das bauliche und landschaftliche Erbe der Zisterzienser an verschiedenen Standorten in Mitteleuropa zu erfassen und die Besonderheiten der von ehemaligen und noch bestehenden Zisterzienserklöstern geprägten historischen Kulturlandschaften an heutige Generationen zu vermitteln.

Eine europäische Idee: Der Zisterziensische Orden breitete sich mit Beginn des 12. Jahrhunderts sehr rasch über das gesamte lateinisch-christliche Europa aus und erreichte bis zur Säkularisation die beachtliche Zahl von über 750 Männerabteien und 1000 Nonnenklöstern. Diese dynamische, europäische Bewegung geht in ihren Statuten, den Bauten, aber auch in der Ausgestaltung der klösterlichen Kulturlandschaft auf die einheitlichen Vorgaben Bernhards von Clairvaux zurück. Im Rahmen des Projekts des Landkreises Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege werden ausgewählte historische Kulturlandschaften ehemaliger und noch bestehender Zisterzienserklöster nach einem einheitlichem Schema erfasst und so ihre Eigenarten wie auch ihre übergeordnete europäische Idee der Landschaftsgestaltung herausgearbeitet. Es soll den Menschen, die in diesen Landschaften leben, wie auch ihren Besuchern verdeutlicht werden, dass trotz unterschiedlicher Sprachen und regionaler Kulturen immer eine Basis ähnlicher Bausteine besteht, die es auch heute möglich macht, das gemeinsame Erbe und gegenseitige Anknüpfungspunkte aufzuspüren.

Ebrach (Foto: Th. Büttner)Das Projekt vernetzt sich mit folgenden Klöstern: Morimond (Haute-Marne, Frankreich), Ebrach (Steigerwald/Landkreis Bamberg, Oberfranken), Waldsassen (Stiftland/Oberpfalz), Plasy (Westböhmen/Tschechien), Zwettl (Waldviertel/Niederösterreich), Stift Rein und Stift Lilienfeld (beide Österreich).

Lebendiges Erbe: Für den Erhalt und die künftige Entwicklung des kulturellen Erbes der zisterziensichen Landschaften wird das Projekt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 in Kooperation mit Partnern aus Ebrach, den angrenzenden Steigerwald-Landkreisen und lokalen LEADER-Aktionsgruppen, sowie mit weiteren Zisterzienserstandorten und lokalen Akteuren in Österreich, Tschechien und Frankreich umgesetzt.

Sicht- und erfahrbar werden die Spuren der Zisterzienser auf GPS-gestützten Routen durch die Klosterlandschaften und bei geführten Touren an allen beteiligten Klosterstandorten. Dort werden zwischen Juni und September 2018 parallele mehrsprachige Ausstellungen mit Karten- und Fotomaterial raum- und grenzübergreifende Perspektiven der Klosterlandschaften nachvollziehbar machen. Eine begleitende Fachtagung fördert die räumliche und wissenschaftliche Vernetzung und trägt mit einer Publikation dazu bei, das Erbe der zisterziensischen Kulturlandschaften lebendig zu halten. Neben Exkursionen wurden Führungen an speziell ausgewiesene Wanderwegen zum landschaftlichen Erbe der Zisterzienser durchgeführt.