Teilhabe, Kultur und Lernen

Historischer Weg Walsdorf

Projektträger: Gemeinde Walsdorf

Projektstatus: beschlossen, Förderantragstellung folgt

Im Ortskern der Gemeinde Walsdorf soll ein historischer Weg entstehen. Das Projekt wird von der politischen Gemeinde (1. Bürgermeister Mario Wolff und Gemeinderat) in enger Zusammenarbeit mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde (Herrn Pfarrer Rauh und Kirchenvorstand) geplant und durchgeführt.

Ausgehend vom jüdischen Friedhof am Ortsausgang in Richtung Steinsdorf gelegen, führt der Weg durch den historischen Ortskern und entlang der Aurach über 9 Stationen bis zum Friedhof der Gemeinde Walsdorf. Der Rundgang schlängelt sich idyllisch an der Aurach entlang und führt über die „grüne Lunge“, den Walsdorfer Gemeindegärten auch am „Brünnla“ vorbei. Hier werden in naher Zukunft eine Kneippanlage und das Judendenkmal entstehen, welches die zentrale Station des Weges darstellen wird. Im Zuge der Erinnerung an „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ soll ein Gedenkstein errichtet werden, der die 17 Familiennamen erwähnt, die während des 2. Weltkrieges aus Walsdorf deportiert wurden.

Ein Faltblatt mit Fotos und Informationen zu den Stationen und einer Wegbeschreibung runden das Projekt ab.

Ziele des Projekts: In erster Linie soll die Vergangenheit des Ortes an unterschiedlichen Plätzen, Gebäuden und Denkmälern für Bürger und Besucher erleb- und greifbar gemacht werden. Dabei spielt die jüdische Geschichte des Ortes eine große Rolle (jüdischer Friedhof, ehemalige Synagoge, Judendenkmal). Ebenso wird ein Schwerpunkt auf die Reformation und die evangelischen Wurzeln des Ortes mit der Familie von Crailsheim gelegt. Erst mit der Volkszählung im Jahr 2013 verliert Walsdorf seinen Status mit überwiegend evangelischer Bevölkerung.

Sanierung des Wasserrades an der Schulmühle Veilbronn

Projektträgerin: Inge Blank

Projektstatus: Projektentwicklungsphase

Hintergrund zur Schulmühle Veilbronn:

Die Schulmühle Veilbronn liegt ca. 1 km außerhalb des Ortes Veilbronn (Heiligenstadt) links von der Straße nach Siegritz am Hang. 1421 wurde sie als „Mühle am Schulbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Eine Schriftquelle aus dem Jahre 1774 erwähnt die Nutzung der Mühle als Mahlmühle. Ein 6 Meter Durchmesser großes, oberschlächtige Wasserrad diente zum Antrieb des Mahlwerks und später primär zur Stromerzeugung. Zum Antrieb des Wasserrades diente wiederum das Wasser des Mühlbaches, der aus dem Schulmühlbach abgeleitet wurde. Im Jahre 1948 wurde dSchulmühle Veilbronn LAG 9 kleines Formatie Schulmühle aus Rentabilitätsgründen stillgelegt, lediglich der Schrotgang wurde noch bis 1954 betrieben. Die Wasserkraft wurde ebenfalls stillgelegt, da das Wasserrad stark sanierungs- und überholungsbedürftig war. Nach Einstellung des Mühlbetriebs 1954 kam das Anwesen in den 1970er Jahren in Besitz von Familie Blank. Die Familie Blank erneuerte und sanierte zwischen 1987 und 1983 die Schulmühle grundlegend.

Projektinformationen: Frau Blank möchte im Rahmen eines Projektes die gesamte Wasserradanlage mitsamt des Wasserrades der Schulmühle Veilbronn umfassend sanieren. Die Gebäude der Schulmühle Veilbronn stehen unter Denkmalschutz und sind für die Region von hoher historischer Bedeutung. Im Zuge eines Projektes sollen das Wasserrad und die gesamte Anlage insbesondere zu Schauzwecken und Bildungszwecken wieder in Betrieb genommen werden. Das Wasserrad soll u.a. mit einem Zulaufgerinne saniert werden um die ökologische Durchgängigkeit des Fließgewässers zu verbessern. Weiterhin sollen zudem die Zugänglichkeit für Besucher*innen zum Wasserrad verbessert und die Wasserradanlage zur regenerativen Stromerzeugung ausgerüstet werden.

Die Projektanfrage wurde während der 51. Sitzung des LAG-Entscheidungsgremiums positiv zur Kenntnis genommen und das Gremium sprach sich grundsätzlich für eine LEADER-Förderung aus.

Wasser erleben 'Am Ansbach'

Projektträger: Gemeinde Priesendorf

Projektstatus: UmsetzungsphaseIMG 1104 klein

Die Gemeinde Priesendorf hat während der letzten LEADER-Förderperiode (2007-2013) im Rahmen eines LEADER-Projektes einen familienfreundlichen Fahrradrastplatz am Ansbach in Priesendorf umgesetzt. Hierbei wurden unter anderem Spielgeräte, wie eine Nestschaukel, ein Pfahlhaus sowie eine Liegebank und eine Sitzgruppe am Ansbach aufgebaut. Der fortan genannte „Wasserspielplatz am Ansbach“ erfreut großer Beliebtheit bei den Bürgerinnen und Bürgern Priesendorfs. Nachdem der Spielplatz von Familien und Kindern so gut angenommen wird und besonders an heißen Sommertagen stark frequentiert ist, möchte die Gemeinde diesen im Rahmen eines neuen LEADER-Projektes zusätzlich aufwerten. Hierbei sollen insbesondere neue Spielgeräte für die Kinder und Jugendlichen angeschafft werden. Geplant sind der Einbau eines Klettergerätes in Form eines Traktors, ein Bodentrampolin sowie eine Balancieranlage. Zudem soll an den natürlichen Verlauf des Ansbachs ein zusätzlicher Wasserverlauf gebaut werden um für die Kinder einen einfachen Wasserkreislauf zu symbolisieren. Um die Kinder vor der Gefahr des nahen Weihers zu schützen soll außerdem ein Lärchenzaun an der Grenze des Wasserspielplatzes errichtet werden. Der Wasserspielplatz soll künftig als Ausgangspunkt für einen geplanten Familienwanderweg der Gemeinde Priesendorf dienen und in diesen integriert werden. Die Umsetzung des Projektes „Wasser erleben Am Ansbach“ ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Unterstützung Bürgerengagement (Folgeantrag)

Projektträger: LAG Region Bamberg e. V.

Projektstatus: LEADER-Förderantragsstellung

Während der 50. Sitzung des Entscheidungsgremiums der LAG Region Bamberg am 17. September 2020 wurde von den anwesenden Vorstandsmitgliedern einstimmig beschlossen, das Projekt "Unterstützung Bürgerengagement" in die LEADER-Förderung aufzunehmen.

Projektinformationen: Am 30. April 2020 erreichte die LAG Region Bamberg e.V. durch das StMELF eine erfreuliche Nachricht: Das Projekt "Unterstützung Bürgerengagement", welches zunächst 2016 von dem StMELF als Pilotverfahren eingeführt worden war, erhält eine finanzielle Aufstockung!

Die Lokalen Aktionsgruppen konnten im Rahmen des Projektes "Unterstützung Bürgerengagement" in Bayern einmalig eine Zuwendung bis zu 20.000 Euro in Anspruch nehmen, um damit in eigener Entscheidung bürgerliches Engagement in ihrer Region zu unterstützen. Wegen der überaus positiven Erfahrung mit diesem Vorhaben wurde nun der finanzielle Förderrahmen auf 40.000 Euro Zuwendung je LAG verdoppelt. LEADER-Gruppen, wie die LAG Region Bamberg e.V., die dieses Projekt bereits umsetzen, können damit noch einmal einen weiteren Antrag stellen.

Auch im Rahmen einer zweiten Projektphase soll die LAG Region Bamberg auf formlose schriftliche Anfrage hin nicht wettbewerbsrelevante Maßnahmen lokaler Akteure (keine kommunalen Körperschaften), die den Entwicklungszielen ihrer LES dienen und das Bürgerengagement in der Region stärken, durch eine weitere LEADER-Zuwendung finanziell unterstützen können. So soll die Möglichkeit bestehen, dass sich unter anderem Vereine oder private Personen ein geplantes Kleinprojekt durch die LAG finanziell zu unterstützen.

Welche konkreten Einzelmaßnahmen unterstützt werden, soll das Entscheidungsgremium der LAG entscheiden. Bei einem positiven Votum schließt der Akteur eine Zielvereinbarung mit der LAG ab, in der die Maßnahme beschrieben und die Höhe der Unterstützung festgelegt wird. Diese beträgt 80% der nachgewiesenen Nettokosten, maximal jedoch 2.500 €.

Hier finden Sie eine Auswahl an Maßnahmen, welche während der ersten Phase des Projektes "Unterstützung Bürgerengagement" gefördert wurden:

Jugendraum Strullendorf (Quelle: iSo e.V.)Blühstreifen Otto Schramm  
Ein neuer Spielturm für den Spieltplatz des DJK Teuchatz (Quelle: DJK Teuchatz Archiv)Einrichtung eines Juniorgartens durch den Gartenbau- und Dorfverschönerungsverein Trunstadt-Stückbrunn (Quelle: LAG Region Bamberg e.V.)  

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Atelier Lebenskunst - Bildende Kunst für Menschen mit Behinderung aus dem Landkreis Bamberg

Projektträger: OBA Lebenshilfe Bamberg e.V.

Projektstatus: Umsetzungsphase

Im November eröffnete die Lebenshilfe Bamberg das inklusive Kulturzentrum „KUFA-Kultur für alle“ mit einem großen Atelier für bildende Kunst genannt „Atelier Lebenskunst“. HieQuelle:lebenshilfe-bamberg.der sollen Menschen mit Behinderung unabhängig von sprachlichen und intellektuellen Fähigkeiten den Freiraum haben, künstlerisch zu arbeiten, d.h. der Zugang zu einer eigenen künstlerischen Bild- und Formensprache soll ermöglicht werden. Dazu stellt das Projekt Menschen mit Behinderung aus dem Landkreis Bamberg Räumlichkeiten, Material und vor allem künstlerische Assistenz zur Seite. Dabei spielt bei Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung eine angemessene und einfühlsame künstlerische Assistenz eine bedeutsame Rolle. Die Assistenz soll erfolgen durch die freischaffende Künstler.

Das Atelier Lebenskunst fängt dabei nicht bei „Null“ an, sondern hat bereits ein dreijährige Erfahrung durch das von Aktion Mensch geförderte Projekt „Inklusive Kulturwerkstatt“. Jetzt geht es darum, das neue Atelier mit Leben zu füllen und es zu ermöglichen, dass auch Menschen aus dem Landkreis künstlerisch teilhaben können. Nicht zuletzt trägt das Atelier zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention im Bereich Kunst und Kultur bei. Mit dem Atelier Lebenskunst sollen Barrieren beseitigt und Menschen mit Behinderung ein gleichberechtigter Zugang zur Bildenden Kunst ermöglicht werden. Zielgruppe sind Menschen mit Behinderung aus dem Landkreis Bamberg, insbesondere aus den Wohnheimen, Frensdorf, Stegaurach und Memmelsdorf.