Teilhabe, Kultur und Lernen

Neukonzeption und Erweiterung der Dauerausstellung des Levi Strauss Museums

Projektstatus: Vorbereitung der Antragsunterlagen

Projektträger: Markt Buttenheim

Levi Strauss MuseumIm Jahr 2000 wurde nach mehrjähriger Sanierung des Levi-Strauss-Geburtshauses das Geburtshaus Levi Strauss Museum eröffnet. Die Themen der Dauerausstellung sind Lebensgeschichte von Levi Strauss, Fränkisches Landjudentum, Auswanderung, Firmengründung, Geschichte der Jeans, Sammlung historischer Jeans, Jeans und Kult sowie die soziokulturelle Bedeutung der Jeans. Im Jahr 2008 konnte der Markt Buttenheim das Nachbaranwesen erwerben und das Museum um 400 m² erweitern (Eröffnung 2011). Zusätzlich zu Verwaltung, Cafeteria und Museumsshop wurden Räume für Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Museumspädagogik errichtet. Ein Depot entstand ebenfalls.

Das Dachgeschoss des Museums im Altbau wurde im Zuge der Sanierung mit sehr beschränkten baulichen Mitteln zu einem Museumskino ausgebaut. Das Angebot der gezeigten Filme war auch aus rechtlichen Gründen sehr beschränkt. Eine Steigerung der Attraktivität ist geboten.

Entsprechend dem Ursprungsgedanken des Museums und der räumlichen Begrenzung des Gebäudes wurden zahlreiche Video-Elemente und bewegte Graphiken zur Themendarstellung verwendet.

Im Rahmen des Projektes sollen:

  • alle Medien-Stationen durch den Einsatz neuer Hardware auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden (HD-Qualität,…),
  • die Beleuchtung komplett auf energiesparende LED- Technik umgestellt werden,
  • das Mobiliar und die Ausstellungsvitrinen in vielen Bereichen ebenso neu gestaltet werden wie verschiedene Wandbespannungen, Graphische Darstellungen und weitere Inneneinrichtungsgegenstände,
  • der Audioguide erweitert und um eine italienische Sprachversion ergänzt und
  • das Kinoprogramm neu gestaltet werden.

Mit den Maßnahmen des Projektes soll vor allem die Attraktivität und der Informationsgehalt des Museums für Besucher verbessert werden, um die bisherigen, guten Besucherzahlen halten bzw. weiter steigern zu können. Die schon seit 2000 bzw. 2008 bestehende Ausstellung muss dringend auf den heutigen Stand der Museums- und Präsentations-technik gebracht werden. Dies soll durch die Neugestaltung und Erweiterung verschiedener Ausstellungsräume sowie die Verbesserung der technischen Infrastruktur (LED-Beleuchtung, Einsatz von Beamern,…) erreicht werden. Durch damit verbundene Attraktivitätssteigerung sollen weitere Besuchergruppen erschlossen und durch den Ausbau die Bedeutung des Museums als regionaler Identitätsfaktor weiter erhöht werden.

Weitere Ziele sind der Ausbau des kulturellen und touristischen Angebots der Region für Einheimische und Gäste, neue bzw. zusätzliche Bildungsangebote schaffen, den Beitrag zur Lebensqualität im ländlichen Raum („weicher Standortvorteil“) sowie die Wertschöpfung des Tourismus- und Gastronomiesektors durch zusätzliche Gäste zu steigern. Das Levi Strauss Museum ist das Aushängeschild des Marktes Buttenheim und erfüllt damit eine touristische Leuchtturmfunktion, wie die Besucherzahlen belegen. Mit den vorgesehenen Maßnahmen des Projekts wird das Museum auf den zeitgemäßen Stand gebracht, was vor allem in Hinblick auf die Nachhaltigkeit notwendig erscheint.

 

Barrierefreie Bibliothek Oberhaid

Projektstatus: abgeschlossen

Projektträger: Gemeinde Oberhaid

Die neu konzipierte Gemeindebücherei Oberhaid wurde in den Neubau des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums integriert. Ziel der Gemeinde Oberhaid war es bei diesem Projekt, dass die Nutzung der Bücherei für alle Menschen selbständig und uneingeschränkt möglich ist. Entsprechend dem Ansatz, dass Inklusion ein Menschenrecht ist, geht es darum, niemanden aus der Gesellschaft auszuschließen. Die Gemeinde wollte daher jeder Bürgerin und jedem Bürger Zugang zum Kultur- und Bildungsraum „Bücherei“ ermöglichen, unabhängig von den jeweiligen gesundheitlichen, finanziellen oder sozialen Bedingungen. Die Chance auf eine gleichwertige Teilhabe sollte durch eine barrierefreie Bücherei erhöht werden. Die durch LEADER-Mittel geförderte Barrierefreiheit bezieht sich auf folgende Bereiche: Einschränkungen im Sehen, im Hören, in der Gehfähigkeit, in der Sprachkompetenz aber auch auf kognitive Einschränkungen. Im Rahmen des LEADER-Projekts wurden verschiedene Innenausstattungsgegenstände, wie z.B. verschiedene behindertengerechte Regalsysteme und Auszüge sowie Stühle und Tische, eine benutzerfreundliche Bibliothekssoftware (IOPAC) mit Medienkatalog und eine Medienanlage. Des Weiteren wurden zahlreiche Medien in „Leichter Sprache“ angeschafft sowie eine Asylothek eingerichtet. Diese umfasst u.a. multimediale Deutschkurse, mehrsprachige Bildwörterbücher wie auch weitere landeskundliche Medien.Technisches Highlight ist der Einbau einer induktiven Hörschleife, die es Personen mit Hörgeräten ermöglicht, akustische Information direkt auf ihre Hörhilfe zu übertragen.Das Gebäude natürlich auch barrierefrei gestaltet, allerdings waren diese baulichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit nicht Inhalt LEADER-Projektförderung.Eröffnung Neubau klein

Die Bücherei der Gemeinde Oberhaid steht allen Menschen in der Region Bamberg offen. Sie wird von einem ehrenamtlichen Team geführt und von Sabine Jahn geleitet. Die aktuellen Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Gemeindebücherei erhalten Sie unter: http://www.gemeindebuecherei-oberhaid.de/

Unterstützung Bürgerengagement

Projektstatus: bewilligt

Projektträger: LAG Region Bamberg e. V.

Das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ ist ein Projekt zur Umsetzung der LES.
Im Rahmen des Projekts unterstützt die LAG Region Bamberg auf formlose schriftliche Anfrage hin nicht wettbewerbsrelevante Maßnahmen lokaler Akteure (keine kommunalen Körperschaften), die den Entwicklungszielen ihrer LES dienen und das Bürgerengagement in der Region stärken.

Welche konkreten Einzelmaßnahmen unterstützt werden, entscheidet das Entscheidungsgremium. Bei einem positiven Votum schließt der Akteur eine Zielvereinbarung mit der LAG ab, in der die Maßnahme beschrieben und die Höhe der Unterstützung festgelegt wird. Diese beträgt 80% der nachgewiesenen Nettokosten, maximal jedoch 2.500 €.

Bei den Einzelmaßnahmen lokaler Akteure gilt folgender Ablauf:

  • Der lokale Akteur stellt eine formlose schriftliche Anfrage an die LAG, mit kurzer Darstellung der geplanten Einzelmaßnahme und angefragter Höhe der Unterstützung
  • Die LAG entscheidet über die Unterstützung und deren Höhe entsprechend Ihrer Regelungen.
  • Die LAG schließt eine Zielvereinbarung zur Durchführung der Einzelmaßnahem mit dem lokalen Akteur ab
  • Der lokale Akteur weist die Durchführung der Einzelmaßnahme gegenüber der LAG nach (kurzer Sachbericht, bezahlte Rechnungen bzw. ähnliche Belege, ggf. Pressebericht, Fotos etc.)
  • Die LAG bezahlt dem lokalen Akteur die vereinbarte Unterstützung, wenn die Einzelmaßnahme wie vereinbart durchgeführt wurde.

Das LAG-Management berät Sie gerne, ob und wie Sie eine Unterstützung für Ihre Maßnahme erhalten können

Projektzeitraum: März 2017 - 31.12.2020 (Projektmanagement)

AWO-Garten der Begegnung in Rattelsdorf

Projektstatus: teilweise abgeschlossen

Projektträger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt u. Land e. V.

Im Ortszentrum von Rattelsdorf befindet sich auf dem Hochufer des Flüsschens Itz eine ehemalige Klosteranlage, in der die AWO ein Wohnheim für psychisch kranke Menschen eingerichtet hat. Zur Anlage gehört ein unter Denkmalschutz stehender historischer Garten, der 1771 als Ziergarten im Barockstil angelegt wurde. Ziel des Projekts war es einen Garten der Begegnung zwischen den Besuchern und den Bewohnern des Haus an der Itz zu schaffen. Aktuell ist der Garten bereits saniert. Im nächsten Schritt soll dieses Kulturgut auch offiziell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und als Veranstaltungsort genutzt werden. Nachdem die Sanierungsarbeiten im barocken Garten angelaufen sind, stellte man fest, dass die ebenfalls geplante Renovierung der sog. Orangerie nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand erfolgen könne. Da es sich hierbei um kein historisches Gebäude handelt, wurde nach Rücksprache mit dem Denkmalamt das Vorhaben eingestellt. Auf Vorschlag der AWO Bamberg wird stattdessen ein Teil der bewilligten Fördermittel zur Stabilisierung der Keller und zur Hangsicherung verwendet. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit des Projekts auf Dauer sicherstellen. Das Entscheidungsgremium gab der AWO am 22. Oktober 2018 seine Zustimmung in Form eines einstimmigen Beschlusses.

Eröffnung des neu sanierten Gartens im Rahmen des Tag des offenen Denkmals 2019

 

  Projektzeitaum: 2017-2019

 

Internationale Woche im Landkreis Bamberg

Projektstatus: abgeschlossen

Projektträger: Landkreis Bamberg

Im September 2017 präsentierte sich der Landkreis Bamberg als weltoffene Region in der Mitte Europas im Rahmen der Internationalen Woche. Diese stand unter dem Motto „Die Welt zu Gast im Landkreis Bamberg“. Grundideen der Internationalen Woche sind die Pflege der internationalen Partnerschaften sowie die Darstellung verschiedener Angebote einzelner Bildungsträger. In gemeinschaftlichen Präsentationen ging es ganz konkret um die Darstellung der Kontakte zwischen Kirchengemeinden in der ganzen Welt, Freundschaften zwischen ehrenamtlichen Vereinen über die Landesgrenzen hinaus, kommunale Zusammenarbeit sowie um weitere international angesagte Themen. Damit konnte anschaulich die gelebte Internationalität des Landkreises Bamberg im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen in vielen Orten der Region einem großen Publikum präsentiert werden.
Der innovative Aspekt der Internationalen Woche ist, dass die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche wie Sport, Musik, Kultur und Bildung eingebunden werden, und dass die einzelnen Veranstaltungen von ganz unterschiedlichen Akteuren wie beispielsweise Bildungsträgern, Vereinen, Museen und Kirchen gestaltet werden. Der Landkreis Bamberg übernahm 2017 die Federführung des Projekts, er fügte alle Einzelmaßnahmen zusammen und unterstützte und koordinierte die vielen Beteiligten. Außerdem organisiert er selbst Veranstaltungen, wie z.B. die Eröffnungsfeier, Kunstausstellungen aber auch Vortrags- und Konzertabende.

 

Voraussichtlicher Projektzeitraum: Frühjahr 2017 - Ende 2017