Bericht zur Konferenz "Zukunftsvision Region Bamberg" am 31. März 2014

Landrat Dr. Günther Denzler begrüßte als Vorsitzender der LAG Region Bamberg rund 80 Teilnehmer der Zukunftskonferenz im Landratsamt Bamberg, die sich aktiv an der Neuerstellung der Regionalen Entwicklungsstrategie beteiligten.
Anlass für die Konferenz war der Beginn der Leader-Förderperiode 2014-2020: Um erneut als Vergabe-Organisation für dieses EU-Förderprogramm agieren zu dürfen, muss sich die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Bamberg bis zum Herbst mit einer neuen "Regionalen Entwicklungsstrategie" erfolgreich bewerben.
Darüber und über den aktuellen Planungsstand informierte Referatsleiter Dieter Ofenhitzer Landwirtschaftsministerium, der eigens aus München anreiste. Insbesondere betonte er die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung und des Ehrenamtes im bayerischen Leader-Prozess. LAG-Managerin Marion Hartmann brachte auf den Punkt, worum es bei Leader eigentlich geht: „Leader ist ein EU-Programm zur Förderung von neuartigen und beispielgebenden („führenden") Projekten im ländlichen Raum."
Dass Leader viele Möglichkeiten bietet und die LAG sehr erfolgreiche Arbeit leistet, zeigte sich in der Bilanz der vergangenen Förderperiode: Mehr als 1,5 Mio. Fördermittel wurden zwischen 2007 und 2013 für die Region Bamberg bereitgestellt. Im Rahmen von 39 Projekten wurde das Leitbild „Wertschätzung als Grundlage für Wertschöpfung" umgesetzt und sowie insbesondere die Leitziele „Heimat erhalten und entwickeln" und „Landkreis Bamberg sagt Ja zu Familien" realisiert. Eine Befragung der Projektträger ergab, dass die Beantragung der Leader-Förderung zwar einen großen bürokratischen Aufwand mit sich bringt, aber die Antragsteller durch das LAG-Management sehr gut betreut werden und sie die Leader-Antragstellung auch Dank der guten Förderquoten nicht bereuen.
An vier beispielhaft ausgewählten Projekten wurde dies verdeutlicht: Thomas Reichert vom Landratsamt Bamberg stellte das Projekt „Die Region Bamberg – rundherum radelbar" vor, zu dem u. a. ein neues Beschilderungskonzept und die Errichtung von Rastplätzen für Radfahrer gehörten. Tina Sickmüller vom Heinershof e.V. berichtete über den „Schulbauernhof Heinerhof". Seit Mai 2013 können Schulklassen und Gruppen dort in mehrtägigen Aufenthalten das Landleben kennenlernen, indem sie auf dem Hof mitarbeiten und benachbarte landwirtschaftliche Betrieben besuchen. Andrea Fahrnholz stellte die Aufgaben und Ziele des „Netzwerk Steigerwald" vor, z.B. das Aufspüren von Entwicklungspotenzialen für den Steigerwald und die Förderung der regionalen Identifizierung seiner Bewohner mit ihrer Heimat. Nadja Kulpa-Goppert referierte aus aktuellem Anlass über das Projekt „Auenweg Obermain": Noch bis zum 16. April 2014 werden im Landratsamt Bamberg Modelle der Skulpturen gezeigt, die im Juli 2014 während eines Bildhauersymposiums in Hallstadt angefertigt und im Herbst 2014 entlang des Auenwegs aufgestellt werden.

Nach dieser positiven Bilanz nannte Moderator Markus Epple den Teilnehmern das Hauptziel der Konferenz: „die gemeinsame Ableitung neuer Handlungsfelder für die Förderperiode 2014 bis 2020". Bei einem regen Gedankenaustausch wurden sowohl Handlungsfelder der vergangenen Förderperiode wie Kultur und Geschichte, Flussparadies Franken und Regionalkampagne als auch „neue" Themen wie Gesundheit, Energie und Tierschutz genannt. Im Anschluss waren die Teilnehmer aufgerufen, jeweils drei Wunschpunkte zu verteilen. Die schnelle Auswertung dieser Verteilung ergab drei Schwerpunktsetzungen der Konferenzteilnehmer: Landwirtschaft, Umweltbildung und Tourismus.

Eine detaillierte Übersicht über die Ergebnisse der Konferenz fasste Markus Epple in einem Zwischenbericht zusammen.


Alle Vorschläge werden in der „Arbeitsgruppe RES 2014-2020" weiterbearbeitet werden. Interessierte Bürger, Vertreter von Institutionen, Vereinen usw. sind bei der AG herzlich willkommen!
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