Bericht zur 30. Sitzung des Entscheidungsgremiums am 16. September 2015

Auf der Tagesordnung der 30. Sitzung standen sechs Projekte, über die das Entscheidungsgremium Beschlüsse zu fassen hatte.

Zu dem bereits mehrmals behandelten Projekt "Mehrgenerationenplatz" in Rattelsdorf gab es erfreuliche Neuigkeiten: Nachdem das Entscheidungsgremium das Projekt in der vorliegenden Form als nicht förderfähig beschlossen hatte, kam eine Mitteilung aus dem Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) gerade zum rechtzeitigen Augenblick: Da es in Rattelsdorf ein laufendes Dorferneuerungsverfahren gibt, hat das ALE eine Förderung dieses Projekt in Aussicht gestellt. Damit könnte das Projekt im Sinne des Marktes Rattesdorf umgesetzt werden.

Mit dem Projekt "HallSTADT (er)LEBEN" des Hallstadtmarketingvereins e. V. soll in drei Teilprojekten untersucht werden, wie die Innenstadt Hallstadts wiederbelebt und als zentraler Ort für Gewerbetreibende, Konsumenten und Brauchtumspflege etabliert werden kann. Die drei Teilprojekte laufen unter den Schlagwörtern „Identität schaffen“, „Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken“ und „Brauchtum sichern“. Im Sinne der Brauchtumspflege soll die alte Hallstadter Tradition des Hutkrapfenbackens wieder verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung gelangen, die Einrichtung einer Hutkrapfenbackschule im Vogteihaus ist dabei ein Baustein. Das Gremium bewilligte einstimmig eine 50%ige Förderung in Höhe von 75.000 €.

 Die Gemeinde Viereth-Trunstadt plant in Zusammenarbeit mit der „Arbeitsgruppe Wanderwege“ einen Rundwanderweg, der die Ortsteile Viereth, Trunstadt und Stückbrunn miteinander verbindet und an dessen Verlauf 30 sinngemäß verkürzte Menschenrechte dargestellt werden sollen. Im Rahmen dieses Projekt mit dem Titel „Weg der Menschenrechte" sollen 30 Stationen entlang des Weges in Form von Stelen, Findlingen und anderen z. T. künstlerisch gestalteten Elementen errichtet und einige davon mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ergänzt werden. Das Projekt steht unter dem Motto: „Die Achtung elementarer Grundrechte wie der Menschenrechte sind unverzichtbar für Wohlfahrt und Frieden für uns und alle Völker und Nationen!" Nach dem positiven Beschluss des Gremiums sollen 13.625 € LEADER-Förderung in dieses Projekt fließen.

Die "Genusskarte der Region Bamberg" soll für die gesamte Region Bamberg erstmals alle vorhandenen Mitgliedsbetriebe der Dachmarke "Region Bamberg - weil's mich überzeugt!" als Genussdestinationen aufzeigen. Die Genusskarte, verbunden mit einem Saisonkalender, zeigt dem Verbraucher die zeitliche Verfügbarkeit der regionalen Produkte auf und ermöglicht es, die Spezialitäten in der Region Bamberg leicht zu finden. Neben der räumlich aufbereiteten Darstellung der Mitgliedsbetriebe der Marke „Region Bamberg - weil’s mich überzeugt!“ enthält die Karte zusätzlich Informationen zu den Erzeugern der Region, eine Auflistung vorhandener Spezialitäten, Veranstaltungstipps der Region und den genannten Saisonkalender der Produkte. Zielgruppen der Genusskarte sind Einheimische und Touristen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen sowie Gastronomiebetriebe. Durch den positiven Beschluss kann eine LEADER-Förderung in Höhe von 3.000 € für dieses Projekt eingesetzt werden.

Das auch schon mehrmals behandelte Projekt "AWO-Garten der Begegnung" wurde vom Gremium grundsätzlich positiv gesehen. Um eine Zustimmung zur Aufnahme in die LEADER-Förderung zu erhalten, erbittet sich das Gremium eine schriftliche Zusicherung zweier Punkte:

  • Bezüglich der Beschaffenheit der Begrenzungsmauern wird um die Bestätigung durch den Architekten gebeten, dass diese statisch ausreichend sicher sind und sich die Reparaturkosten an den Mauern auf die optische Instandsetzung der Maueroberflächen beziehen.
  • Um der interessierten Bevölkerung einen möglichst guten und einfachen Zugang zum Garten zu gewährleisten, besteht das Gremium auf einem innerörtlichen Beschilderungskonzept, aus dem die Standorte der notwendigen Wegweiser hervor gehen.

Sollten diese beiden Punkte erfüllt werden, kann das Projekt in der nächsten Sitzung positiv beschlossen werden.

Kooperationsprojekt "Netzwerk Steigerwald 2020": Die Inhalte dieses Folgeprojekts befassen sich im Wesentlichen mit der Frage, inwieweit eine wie auch immer geartete Entwicklungsgesellschaft den Integrationsprozess (Abbau von Doppelstrukturen, Entwicklung einer Dachmarke, …) in der Region Steigerwald weiter voran bringen kann. Ein Konzept soll diese Frage klären. Weiter im Mittelpunkt steht die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit und Bewusstseinsbildung in der Region. Neue Aufgaben für die neue Förderperiode sind z. B. die Ertüchtigung der Freizeitinfrastruktur, die Koordinierung einzelner Leuchtturmprojekte im Gesamtmarketingkonzept oder die Unterstützung der Aktivitäten zur Bewerbung des Steigerwalds als Welterbe. Nach einem einstimmigen Beschluss können nun rund 81.000 € für die Projektlaufzeit von fünf Jahren eingesetzt werden.